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Jeschurun · 1857-02-01 · Heft 5 (Februar 1857) · p. 249

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 5 (Februar 1857)
Article
Geschichte der Juden
Date
1857-02-01
Page
249 (sequence 21)
Language
German
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Rabbl Josua, ״der Mann der goldnen Mitte." 249 meint der Vers, uns mit dieser ״nüchternen und prosaisch klingendcir Sentenz" seines ״Mannes der goldenen Mitte" unter die Augen zu stellen. Alles, was uns der Vers, über R. Josna vorgeführt, sein angeblicher Grundsatz gegen die ״unerträglichen Erschwerungen" ״sei» angeblich scharf rügendes Urtheil gegen die schamaitische Erschwcrnngen "und endlich ״seine nüchterne und prosaische Sentenz, daß man stch nicht den ganzen Tag mit dem Gesetzesstudium zu beschästigen brauche", alles dies, das wir bis jetzt als Traum und Schaum erkannt, alles dies soll uns doch nur für den Kcrnschuß dieses ganzen Manoeuvre hinreichend vorbereiten, daß wir — nachdem ״wir uns diese Eigenthümlichkeit R. Josua's vergegenwärtigt" — es nun auch mit dem Vers- ״nicht bedenklich finden dürsten", diesen N. Josna nun auch noch zu einem Gegner ״der unzähligen H alach a'S ohne biblischen Haltpunkt" zu machen, und einen — wie der Vers, versichert — ״rügenden Ausspruch gegen diese unzähligen Halacha's" auf diesen Tanatten zurückzu führen! Doch dieser Kernschluß des Ganzen ist zu karakteristisch für diese nichts als Spinngewebe webende Geschichtskuust, als daß wir ihm nicht auch eine besondere Betrachtung schenken sollten. Wir wischen zuvor getrost auch den dritten Zug, die größere Gleichgiltigkeit gegen das Gesetzcsstudium, aus dem angeblichen historischen Porträt des R. Josua, und wenden uuS 4. zur Betrachtung der letzten stusts - urilleu - Eigenthümlichkeit, kein Freund ״von den unzähligen Halacha's ohne biblischen Haltpunkt" zu sein, die ebenfalls der Vers, dem R. Josua ausbürden zu können vermeint. Der Verfasser findet nämlich einen ״rügenden" Ausspruch gegen solche Halacha's in der Mischnah Chagiga 10a; und obgleich R. Josua nicht in der Mischnah genannt ist, sie ist סתם, so findet er doch, nach aller bisher ״vergegenwärtigten Eigenthümlichkeit des R. Josua, es nicht bedenklich," diesen Ausspruch auf diesen Tanaiten zurückzusühren. Als Beweis dafür, meint der Vers., könne ein in der Tosifta erhaltener Schluß gelten. Freilich enthält dieser Schluß noch ein Paar Schlußworte, die der Verf. nicht versteht. Freilich wäre es nun möglich, daß wenn er sie verstände, diese vier Schlußworte der ganzen Sache eine andere Wendung geben würden. Allein dieß thut nichts. Der Verf. dekretirt von seinem kritischen

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