Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1857)
- Article
- Schewat
- Date
- 1857-02-01
- Page
- 227 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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227 שקליבש. entbehren; Tempel aber ohne Opfer und Opfer ohne dem Opfer entsprechende Durchdringung und Wethe des Lebens mit dem Geiste und der Heiligung des göttlichen Gesetzes ist eine Höhnung Des, der auch gesprochen: ״O daß Einer unter Euch wäre, der die Thüren schlöffe, und ihr nicht mehr nutzlos meinen Altar leuchten laffet: מי גם בכם ויסגור דלחים ולא תאירו מזבחי חנם! Bau und Erhaltung der Tempelgebäude vertraute man ruhig den freiwilligen Spenden zum Tempelbauschatz, ברי; חבית, - die Zwecke des Tempels aber, Opfer und alle andern von der jüdischen Gesammtheit zu bestrettenden Gesammtobliegenheiten des Gesetzes forderte man von den jährlichen Pflicht-Schekeln eines jeden jüdischen Mannes! תרומת הלשכה ושיריה (Siehe Kethuboth!05. 106.). Diesen alten Pflichtgeist der Schekel-Spenden möge Gott wieder in uns lebendig werden lassen; er würde uns regeneriren und retten. Er würde vor Allem zwei Dinge, die uns Noth thun, uns wieder zum Bewußtsein bringen. Wir würden zuerst aufhören, nur auf unser Hans, höchstens unsere Gemeinde, unsere nächsten Kreise zu blicken. Wir würden nnS ninnner damit beruhigt fühlen, in unserer Gemeinde, in unserem Hause, die Zwecke des Heiligthums in Erkenntntß und Erfüllung verwirklicht zu sehen. Wir würden das große Band der Verantwortung fühlen, das ,כל ישראל ערבים זח לזר, das ganz Israel mit dem vollen Ernst der Pflicht an einander bindet ] das כנסת ישראל zu unserer Gemeinde und בית יעקב zu unserm Hause macht, das die Rettung und Erfüllung des Gesetzes in ganz Israel einem Jeden von uns als seine eigenste Sache ans Herz legt. Die Entfremdung unseres Nachbars würde uns schmerzen, die Unwissenheit seines Kindes uns anklagen. Die Entfremdung unserer Nachbargemeinde würde uns schmerzen, die Unwissenheit ihrer Kinder uns anklagen. Wir würden nimmer ruhen noch rasten, bis wir das Nnsrige gethan, um die heiligen Gesammtheitszwecke des göttlichen Gesetzes für Israels Gesammtheit gerettet zu haben. In diesem Bewußtsein der Gemeinsamkeit der Thorah, in diesem Bewußtsein, daß wir doch Ein gemeinsames Gesammtheiligthnm, Eine gemeinsame große Sache haben, die die Hingebung eines Jeden von uns fordere, würden wir wieder als eine Einheit erstehen,