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Jeschurun · 1857-02-01 · Heft 5 (Februar 1857) · p. 222

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 5 (Februar 1857)
Article
Schewat
Date
1857-02-01
Page
222 (sequence 4)
Language
German
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Schewat. 222 wie unter Moscheh einst sich wieder durch Spenden der מחציות השקל zu Gott und seinem Hciligthüm zu zählen, zu zeigen, daß man sich noch um Gott und sein Hciligthüm in ungeschwächter Hingebung schaare, Gott und sein Heiligthum noch heute wie einst auf alle seine Söhne rechnen könne. Es wurden aber nicht nur die Gesammt-Opfer der Israel- Gemeine aus diesen jährlichen Schekel-Spenden bestritten, sondern Alles, was die jüdische Gesammtheit zur Erfüllung des göttlichen Gesetzes mit Gesammtmitteln zu bestreiten hatte, wurde מתרומת הלשכה, ans dieser Opserspendcnkassc erhoben. Spricht ja jedes Opfer eine Hingebung an die Erfüllung des göttlichen Willens aus. Ist doch die Erfüllung des Gesetzes die einzige Verwirklichung der Opfer. Jedoch nur den Zwecken des Heiligthums gehörten die jährlichen Pflicht-Spenden der Schekelhälftcn, wie jene erste am Tage der Stiftwcihe. Die bauliche Erhaltung des Heiligthums selbst war wie damals den freiwilligen כר? הכית-Spenden überlassen. פרשת שקלים lesen wir noch — soll diese Aufforderung ihre alte Kraft ganz verloren haben? Haben wir kein Gesammtheiligthum ׳ mehr, dessen Zwecke nur durch die volle Hingebung Aller erreicht und verwirklicht werden können? Steht uns die alte Thorah nicht mehr im Hechal und wartet, daß sie durch uns zur Wahrheit im Leben gebracht werde? Sind die Wege alle geebnet, die unsere Söhne und Töchter, unsere Männer und Frauen, unsere Jungen und Alten zum Heiltgthum des Gesetzes geleiten? Giebt es keine Steine aus den! Weg zu räumen, die das Leben unfern Kindern in den Weg wirst, der zum Gottesberge führt? Stehen keine פרדיסאות, keine jerobcamischcn Feldwächter am Wege, die unfern Kindern den Weg vertreten, die sie irre führen, dir ihnen den Weg zu den Kälbern in Bethel und Dan, statt zu dem Gesetzesheiligthiim in Zion weisen? Sind aus den Äckern unserer Nahrung keine Kilajim auszujäten? Blüht keine Höhnung göttlicher Gesetze aus dem Felde unseres täglichen Brodes? Sind alle Quellen der Reinheit geöffnet, alle Anftalten in gehörigem Stande, die die Reinigung und Heiligung unseres ganzen leiblich-geistigen Wesens bedingen, daß wer bas Reine will, auch sich und seine Ehe und seine Kinder und sein Haus rein halten könne? Sind alle Gräber bezeichnet, wo das

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