Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1857)
- Article
- Schewat
- Date
- 1857-02-01
- Page
- 221 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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221 שקלים. Der erste Anstoß zu diesem erneuten, frischen jüdischen Leben ging aber von □פרשת שק?‘׳ aus. Zu den silbernen Füßen, auf welche Israels erstes Heiligthum erbaut werden sollte, hatte das ganze Volk, reich und arm, seinen halben Schekel gespendet und so die gleichberechtigte und gleichverpflichtete Vereinigung Aller den! zu errichtenden Heiligthum als einheitlichen Boden zu setzen gehabt. Und als nun darauf das Heiligthum aus freiwilligen Wethespenden vollendet war und am ersten Tage des Frühlingsmonats errichtet und geweiht wurde, da erging am Tage der Errichtung und Weihe, als gälte es nun erst nochmals dem Baue, die Anforderung an Alle, reich und arm, durch Spende wiederum eines halben Schekels sich zu Gott und seinem Heiligthum zu bekennen und mit ganz demselben Ernst in der gleichberechtigten und gleichverpflichteten Vereinigung Aller also nunmehr die Benutzung des Heiligthums zu verwirklichen, wie die Gründung des Heiligthums auf die gleiche Hingebung Mer gerechnet. Da ward in Israel die Wahrheit begründet: Benutzung ist erst der rechte Bau des Hetligthums. Tempel bauen ist leicht. Ein Augenblick der Begeisterung, eine günstige freigebige Stimmung, die Mehrere ergreift und Alle mit hinreißt, und der ,Tempel ist gebaut. Aber die Begeisterung festhalten, jahrelang, jahrzehndelang, sein Lebelang festhalten, die Begeisterung nun auch für die Benutzung des Tempels, für Derwirklichung der Zwecke bethätigcn, für welche das Heiligthum gebaut, und ohne welche der ganze Bau schaal und nutzlos wäre, und diese Begeisterung und Hingebung nie erkalten lassen, nicht ermüden und nicht matt werden, das Heiligthum und seine Zwecke sich nicht alt werden lassen, sich nie mit dem bereits Gethanen begnügen, immer vorwärts blicken und so lange Gott Geist giebt, die Begeisterung und Hingebung immer neu werden, immer erfrischt und jung wie am Tage des ersten Steins zum Bau erstehen lassen und also die ״täglichen Opfer" im Heiligthum mit derselben gleichberechtigten und gleichverpflichteten und gleichtragenden Hingebung verwirklichen, wie man die ״silbernen Füße" des Tempels einst gebaut, — das macht Israel zu Israel und seine Tempel zu Heiligthümern. Darum erging alljährlich mit Ablauf Schewats oder Anfangs Adar durch פרשת שקלים die Aufforderung in allen jüdischen Gauen, 13*