Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1857)
- Article
- Schewat
- Date
- 1857-02-01
- Page
- 220 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2932754-2932835-2932841-2940718--02299-2940742- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
220 Schewat. Darum mit ,-,Anfang Adar" — so lautete die alte Weisung — משמיעין על השקלים, ועל הכלאים, — ומחקנק. אח הדרכים ואח הרחובות ואח מקואות המים ועושק כל צרכי רבים ומציינק אח הקברוח ויוצאין אף על הכלאים ״ergeht die Aufforderung zur Schekel-Sendung und zur Äckersäuberung, die Wege werden gebessert, die Straßen hergestellt, die Bäder in den Stand gesetzt, alle unerledigten öffentlichen Angelegenheiten werden zum Vollzug gebracht, Gräber werden bezeichnet und die Säuberung der Äcker von Kilajim durch Boten des Gesetzes selbst betrieben." So trat mit Ablauf des Schewat-Monats verjüngtes und verjüngendes Leben in Haupt und Glieder der großen Gottesgemeine. Die Mittel zur Bestreitung der Opfer und aller anderen öffentlichen Nattonal-Angelegenheiten für das mit dem Lenz beginnende neue Tempeljahr sollten in der Schekelsendung aus allen Fernen zum Herzen des Volkes gen Jerusalem hinauf strömen, auf Feld und Flur die von Kilajini gesäuberten Äcker das jüdische Land als Boden des Gesetzes und der Gvttcsorduung verkünden, geöffnet alle Straßen und Wege sein, daß das Gotteövolk ungehindert hinauf zu seinem Heiligthumx wandern könne, in Ordnung alle Neinigungstauche, daßdas Heiligthum auch rein seine Glieder empfangen möge. Und wenn Israel in allen seinen Gliedern an seinem Geburtsseste im Gesetzes - Tempel seines Gottes erschien, sollten seine Häupter, die Träger und Wächter seines Gesetzes, so viel an ihnen lag, dieses Gesetz, die Seele und das Leben ihres Volkes, zur vollen Verwirkltchung gebracht haben. Da sollte keine Angelegenheit mehr schwebend gelassen sein. Israels Horebschmuck sollte eine Wahrheit geworden sein und die Nation, das Gottesvolk des Gesetzes, alle Anforderungen dieses Gesetzes durch seine Vertreter zur Erfüllung gebracht, und den Ruf zur Reinheit und Gesetzlichkeit durch die Gräberzeichen und das Ktlajim-Jäten überall hin durch ihre Boten des Gesetzes verkündet haben. Denn dieses Gesetz war Israels Feterkletd, dieses Gesetz Israels Kraft und Leben. Israel wäre es Hohn, an seinem Geburtstage bas Gedächtnißopfer seiner Auferstehung vor den Gesetzesgltar seines Gottes zu bringen, unter Halleluja-Chören seine Hingebung an seinen Gott und dessen Willen in seinem Tempel zu feiern, und außer diesem Tempel — dieses Gesetz seines Gottes der Uebertretung und Verwahrlosung überantwortet zu haben. —