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Jeschurun · 1856-12-01 · Heft 3 (Dezember 1856) · p. 118

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 3 (Dezember 1856)
Article
Kislew
Date
1856-12-01
Page
118 (sequence 10)
Language
German
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118 KiÄew. ״ יפת אלדי' ליפת וישכון באהלי שםDie Gemüther öffnet Gott dem Japhet; aber Er findet seine Stätte nur in Hütten Schem's!" Und schon hat auch dieser semitische Geist, vom jüdischen Volke getragen, seine Sendung auf Erden begonnen, und obgleich erst Ein Funke von ihm, und in vielfacher Trübung, in die Menschheit gefallen, wie kein anderer Gedanke je hat er gezündet und hat bereits die mächtigste Umwandlung in Geistern und Gemüthern bewirkt. Wie sehr auch der japhetische Geist nach Erkenntniß gerungen, erst seitdem ״Schem" den Namen seines ״Einzigen" über die Welt hingerufen, ward es hell in den umnachteten Geistern, fingen die Schatten des Jrrthums und der tastenden Phantasie an zu weichen und eine Erkenntniß der Welt auszudämmern. Erst seitdem dieser von Schem gelehrte Namen die Welt als das Werk Eines weisen, allmächtigen Schöpfers betrachten lehrte, konnte der denkende Geist beginnen, jede Erscheinung als Produkt eines Gedankens zu begreifen, den Gedanken dieses Meisters in seinen Werken forschend nahe zu kommen, im Kleinsten und Größten eine zweckentsprechende Weisheit und Ordnung zu ahnen und zuletzt das Gesetz der Einheit zu suchen, das den Sonnenball und das Sonnenstäubchen an den Einen Schöpferwillen und den Einen Schöpfergedankcn des Einen Einzigen bindet. Erst die an Schem's Geist angezündete Fackel machte die Wunder menschlicher Erkenntniß möglich, die die heutige Naturwissenschaft feiert, und jede neu entdeckte Wahrheit der Gott leugnenden Naturforschung ist dennoch eine Huldigung, niedergelegt auf den-Altar des ״Gottes Schems", den der Mund des schmalstirnigen Forschers hohnlachend verwirft und den er dennoch schon voraussetzen muß, wenn er überall auch nur anfängt nach dem Gedanken in der Natur zu forschen. Erst seitdem ״Schem" den Namen seines ״Einzigen" über die Völker hin gerufen, konnte man lernen die Völker als Menschheit, als eine Familie zu begreifen, in denen Allen Ein Geist webt, die Alle Einem Ursprung entstammen, die Alle an einer große!׳. Bestimmung arbeiten, und Alle Einer großen Zukunft entgegenreisen, konnte man anfangen dem einheitlichen Menschengeist in der tausendzüngtgen Sprachenmannigfaltigkett vergleichend nachzuspüren, konnte man ansangen die Ereignisse der Völker und Länder im großen

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