Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 2 (November 1856)
- Article
- Geschichte der Juden
- Date
- 1856-11-01
- Page
- 77 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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-Das -Mrre''System des N. "Meser - b. Hyrkanvs. '1VI stellten Scheinätiswus sich zu den willkürlichsten, unbegründetsten An- ״ahmen verleiten läßt, verfährt er auch in Feststellung untergcordneter Thätsächcn durchaus' unkritisch. So versetzt er die Abadah Saräh 16 ff. erzählte Begebenheit in ׳ die Zeit ״während seiner Abgeschtedenheit" im Banne, obgleich dieselbe nothwendrg vor-dem über ihn verhängten Bann vorgefällen sei» muß. Es versammeln sich dort seine Schüler utmihn wi גכנסי הלמידיו אצלי nnd ans Sanhedvin 68 s. ist-doch ersichtlich, daß während des-Bannes bis zu seinem Tode-sich - seine Schüler von ihm-'fern-gehalten hatten. Ebenso unkritisch ist die Feststellung seines Todesjahres. Der Verf. sagt: ,Mein Todesjahr׳ läßt ׳-sich annäherungsweise - bestimmen; er sprach ״Nämlich vor seinem Tode von einem heftigen Sturme, der in der ״Welt wüthe (Shnhedrin 101. u.) und scheint hiebet auf den hef- ״ttgen Kampf anzuspielen, welchen Trajan gegen die Juden vieler ״Länder führte; er scheint demnach zwischen den Jahren 116—118 ״gestorben zu sein." Die Stelle lautet: ״Als R. Elieser erkrankte kamen seine Schüler ihn zu besuchen. Er sagte zu ihnen: ein schwerer Zorn ist vorhanden (□חמה עזה יש בעול), darauf brachen sie in Weinen aus, R. Akiba aber lachte. Warum lachst du, fragten sie ihn. Warum weinet ihr, entgegnete er ihnen. Warum sollten wir nicht weinen, meinten sie, wo das ״Buch der Lehre" so in Leiden liegt! Eben darum lache ich, erwiederte darauf R. Akiba, so lange ich nnsern Lehrer sehe, daß ihm weder sein Wein sauer wird, noch fern Flachs Schaden leidet, sein Ocl nicht fault nnd sein Honig nicht verdirbt, so lange denke ich, vielleicht hat unser Lehrer bereits seinen Lohn in dieser Welt empfangen. Jetzt aber da ich unfern Lehrer leidend sehe, freue ich mich. Habe ich denn vielleicht etwas an der Erfüllung der Thorah fehlen lassen? fragte R. Elieser den R. Akiba. R. Akiba aber erwiederte: du hast uns gelehrt, o Meister, es sei kein Mensch auf Erden, der nur Gutes thäte und gar nicht sündigte." Abgesehen davon, daß zur Zeit seines Todes N. Akiba nnd seine Genossen, wie schon bemerkt, nicht mehr in einem solchen Schüler-Verhältniß zur R. Elieser standen, so ist cs aus dem ganzen Inhalte ersichtlich, daß diese Erkrankung noch in die glücklicheren und ungetrübten Zetten des R. Elieser, also vor dem Banne, gehört, daß es sich auch nur um ein vorübergehendes Leiden gehandelt zu haben