Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 2 (November 1856)
- Article
- Geschichte der Juden
- Date
- 1856-11-01
- Page
- 75 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Das starre System des R. Elteser b. HyrkanvS. 75 R. Elteser, indem er solche Sätze Wetter tradtrte, eben damit der Autorität der Deutungsregeln gehuldigt? Was aber dieses ganze pompöse Kapitel: ״R. Elieser b. Hyrkanos, das starre System!" — abgesehen von den durch obige Citate gegebenen direkte Widerlegungen — zu einem einfachen, nnbegreisltchen und unverzeihlichen Schnitzer macht, ist der kleine Umstand, daß ein paar Zeilen Wetter dieselbe Eigenthümltchkett mit denselben Worten von R. Jochanan b. Sakkai, R. Eliesers Lehrer, mit dem Betsatze erzählt wird, daß eben hierin R. Jochanan b. S. N. Eliesers Vorbild gewesen! Sollte nun mit dem Satze: ״ich habe nie etwas gelehrt, was ich nicht von meinem Lehrer vernommen," der nach dem Vers-, angeblich schamaittsche Grundsatz der vorgeblichen Nichtanerkennung der Deutungs- und Folgerungsregeln ausgesprochen sein, und eben deshalb R. Elteser als Schamuti gegolten haben, so mußte doch R. Jochanan b. Sakkai stch mit denselben Worten zu demselben ״Prtnztpe" bekannt haben, somit Schamuti gewesen sein und R. Jochanan b. Sakkai war doch unbestritten ein Jünger Hillels, wie sofort noch Wetter von ihm, und sogar auch zum Uebersluß mit dem ausdrücklichen Zusatze erzählt wird: שלא הניח מקרא ומשנה גמרא וכו' דקדוקי והוריה ודקדוקי סופרים קלים וחומורים וגזרות שוות וכו' וכו'!!! (Siehe 28 a.) Die ganze Charakteristik, die uns der Vers, von R. Elteser in seiner Beziehung zur Lehre gegeben, hat stch uns daher als eine durch und durch erdichtete Fabel erwiesen, und fällt somit auch alles das in Nichts zusammen, was der Vers, nun auch ferner über seinen daraus hervorgegangenen Gegensatz zum R. Gamaltel gefabelt, und über die ״viel tiefer liegenden Ursachen," die nach dem vom Vers, hineingedichteten Pragmatismus den R. Gamaliel veranlaßt haben sollen, über seinen Schwager, den R. Elteser, ״bei Gelegenheit" des Achnat-Ofnes den Bann zu verhängen. Wir haben dieses Eretgntß bereits im vorigen Artikel beleuchtet und bemerken nur noch, daß sonderbarerweise der Vers, cs hervorhebt, wie R. Elteser nicht wegen theorettschenWiderspruchs, sondern wegen thatsächlichen Widerstandes den Bann erlitt. Abgesehen davon, daß ja theoretischer Widerspruch überall und immer erlaubt, ja flicht war und Keiner seine auf gewissenhafte Gesetzessorschung