Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1856)
- Article
- Unser Artikel: Die Conferenzen der Grands Rabbins zu Paris
- Date
- 1856-10-01
- Page
- 40 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2932754-2932835-2932837-2940290--01990-2940363- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
40 Unser Artikel: rechnet zu haben, mit welchen sich die Conferenzen beschäftigt, während dieser Gegenstand doch ausdrücklich in der Sitzung des 18. Mai unter No. 3, als solcher figurirt? und daß wir unterlassen hätten, des von den Conferenzen einstimmig geäußerten Wunsches zu erwähnen, die Dcole rabbinique nach Paris zu verlegen, da wir doch ausdrücklich erwähnt, daß zu allerletzt noch die Angelegenheiten des religiösen Unterrichts besprochen worden wären, uns aber die erforderlichen Loralkenntnisse fehlen, um die für diese Zwecke beliebten Maßregeln zu würdigen? Oder endlich ׳sollen wir zur Ergötzlichkeit unserer Leser dem französischen Redakteur, der sich über unfern deutschen Styl lustig macht, seine Ignoranz Nachweisen, und zugleich sein herrliches Latein bewundern, mit welchem er uns laudator temporis actis nennt? Wir gestehen, nach allem Vorangegangenen ist uns das Eine zu ernst, das Andere zu gering. Wir nehmen Abschied von den Herren Cahen-Ulmann. Zn seltener Harmonie haben uns beide Herrn wiederholt auf einen שאגת י אריה, einen Eibeschütz, einen Scheuer, verwiesen. Der Herr Redakteur meint, die scheltenden Worte, die wir an unsere College» gerichtet, würde man kaum in dem Munde eines שאגת אריא, eines, Eideschütz, eines Scheuer begriffen haben. Die rabbiuischen Größen werden sich einst jenseits für das Kompliment bedanken, das der Herr Redakteur ihnen gemacht. Der Herr Oberrabbiner belieben zu meinen, daß, wenn wir uns in der Schule eines Eibeschütz, eines שאגת אתית, eines Scheuer gebildet hätten, das Beispiel dieser großen Männer uns ein anderes Benehmen gegen die Conferenz-Rabbinique gelehrt haben würde. Wir wissen nun freilich nicht, wie viel der Herr Ulmann in dem כרתי und חומים, in dem שאגת אריה und טורי אבן gelernt, das ihn berechtigen könnte, sich als Schüler dieser rabbiuischen Größen zu betrachten. Wir — wären vielleicht noch nicht einmal würdig gewesen, diesen Heroen unserer rabbiuischen Wisscuschast ״den Mantel nach dem Bade zu tragen." Was aber den Geist und die Gesinnnng, die Anschauungen und Grundsätze des Lebens betrifft, wagen wir es noch kühn, mit dem H. Ulmann vor diese Meister hinzutreten und citiren ihn vor das Tribunal der von ihm an gerufenen, längst schon Heimgegangenen rabbiuischen Größen. Mögen wir einst beide, Sie, Herr Ulmann und ich, wenn man uns einst würdigen sollte, im Gefilde der Seligen in die Nähe eines ר׳ יהונתן eines שאגת אריה eines Scheuer;-"ג zu kommen, Sie mit ihrem Compte rendn sommaire des Conferences des grands rabbins, wir mit unserem Artikel in der Hand hinantreten, dann wollen wir sehen, welchen von beiden diese Heimgegangenen rabbinischen Größen unterschreiben werden. Und sollte man dann auch noch jenseits Archive schreiben und