Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1856)
- Article
- Unser Artikel: Die Conferenzen der Grands Rabbins zu Paris
- Date
- 1856-10-01
- Page
- 34 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Unser Artikel: Wahl der Gemeinden hervor, ja, weil ich mir nur erlaubt hatte, durch ein unschuldiges hypothetisches ״Wenn" die Möglichkeit vorauszusetzen, daß es irgend doch.auch Gemeinden geben könne, die bei der Wahl ihrer Rabbinen nicht mitznwirken haben, denen ihre Rabbinen entweder von Regierungswegen oder durch jüdische Wahlau toritäten, die aber selbst nicht ihre Vollmachten von der Gemeinde haben, den Gemeinden octroyirt werden, und Sie, gestrenge Herren, für gut fanden, in diesem unschuldigen ״Wenn" ein direktes Attentat auf die Ehre Ihrer Gemeinden und Rabbinen zu finden, stellen Sie mich an ׳die öffentliche Schandsänle und rufen: Est il perniis de montrer plus d’ignorance des usages d’unpaysdont onveut parier!!« ״Kann man eine größere Unwissenheit hinsichtlich der Verhältnisse eines Landes zeigen, von dem man sprechen will!!" Ich bitte, meine Herren, da sie doch so treffliche Phrasen zu machen verstehen, lehren sie mich doch die Phrase, mit welcher man einen alten, im Dienste der Journalistik ergrauten Draducteur de 1a Bible und einen Grand rabbin du consistoire central der öffentlichen Beschämung pretsgebe, die, wie soll ich es mild nennen, die — Kühnheit haben, Uber die Verhältnisse ihres eigenen Landes, über Verhältnisse, die sie zum Theil selbst zu handhaben haben, ja über dieselben Verhältnisse, in deren Hinsicht sie dem Fremden eine Unwissenheit mit so vieler Emphase vorwerfen, Dinge im Angesicht ihrer Landsleute behaupten, von deren gänzlichen Unwahrheit sie selber, wie ein jeder ihrer eigenen Landsleute, vollkommen überzeugt sind? Sie behaupten, la nomination des rabbins geschehe par les coniinunäutds. Sie sagen mit dürren Worten: mais sans deute, que ce sont les communautös ou les commissions designdes par eiles qui nernrnent, ״zuverlässig sind es die Gemeinden oder die von den Gemeinden bestellten Commissionen, welche die Rabbinen ernennen," — und es .ist doch eine unbestreitbare Thatsache, daß in Frankreich die Gemeinden nicht ihre Rabbinen ernennen, und daß die zur Rabbinerwahl bestellten Commissionen nicht von den Gemeindendestellt werden, ja, daß noch in diesem Augenblicke von dem Consistoire central, dessen grand rabbin Sie, Herr Ulmann, sind, der Antrag an bas Ministerium