Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1856)
- Article
- Unser Artikel: Die Conferenzen der Grands Rabbins zu Paris
- Date
- 1856-10-01
- Page
- 30 (sequence 10)
- Language
- German
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30 Unser Artikel: Grands rabbins und, wie die Herren Cahen-lllmann so bezeichnend A sagen, selbst den Communal-Rabbinen, st in em e aux rabbins /:f-j cömmunaux, zur Ausführung der gefassten Beschlüsse gelassen sei, so haben wir ja selbst bemerkt, daß die Cvnfcrenzen die Ausführung :|j ihrer Beschlüsse von der autorisation du Zrand rabbin de 1a vir- '|j conscription sur la demande du rabbin communal abhängig ge- | macht. Allein daß eben nur die Rabbinen hiebei eine Stimme 'J haben sollten, von den Gemeinden aber ganz und gar keine Rede f ist, das tst's, was wir auf's Höchste zu rügen fanden und was wir ,ן nicht aushören werden, als einen schneidenden Eingriff in die Freiheiten und Rechte der jüdischen Gemeinden zu bezeichnen. Bezeichj net ja schon das ״m6me,a das kleine Wörtchen ״möme“ im Munde | der Herren Cahcn-lllmann die ganze Situation und rechtfertigt Alles, s? was wir gegen diese Conferenzen geschrieben. Die Herren Cahen- | lllmann rechnen es hoch an, daß diese Conferenzen die Ausführung j ihrer Beschlüsse nicht nur den Grands rabbins, sondern ״selbst" 1 den Communal-Rabbinen in die Hände gelegt und von ihrer Zu- - stimmung abhängig gemacht. Sie würden es also ganz in der j Ordnung gefunden haben, wenn nicht einmal die Communal-Rabj binen — geschweige denn in ihrem Sinne die Communen — etwas | darein zu reden gehabt hätten, und die Grands rabbins ds eireon-!f scription, die Bezirks-Rabbinen den Communal-Rabbinen und den ff Communen ohne Weiteres, lediglich nach eigenem Ermessen, die von den Conferenzen beschlossene, resst, gebilligte Abschaffung der | Piutim, Einführung der Orgel, die Kindereinsegnung n. s. w. hätten dik- J tircn sollen!! Wahrlich, jenes ״foule“ und dieses in eurem | Munde verräth dem denkenden Juden den ganzen Jammer unserer Zeit, z zeigt, wie tief bereits der unjüdischc Geist geistlichen Hochmuths selbst in die Denkungsweise von Männern Eingang gefunden, die ihr | uns als Iss boinwes Iss plus msdsstss, Iss plus timidss gej schildert. i Oder ist es ein anderer Geist, tst's ein jüdischer Geist, ists -j nicht ein Geist des Hochmuths, wenn ihr nun ferner fragt: Qui vous vfj a 4tabli l’avocat des communaut6s de France? Wer uns zum An- | Walt der französischen Gemeinden berufen? Ist cs euer Ernst, daß § ihr also fragt, fragt ein jüdischer Journalist, ein tradueteur de la § Bible, ein Archivar jüdischer Zeitereignisse, fragt ein Grand rabbin