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Jeschurun · 1856-10-01 · Heft 1 (Oktober 1856) · p. 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 1 (Oktober 1856)
Article
Unser Artikel: Die Conferenzen der Grands Rabbins zu Paris
Date
1856-10-01
Page
24 (sequence 4)
Language
German
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24 'Unser Artikel: uns angethane Schmach, wir wissen Nichts von einem Nimbus, einem ״prestige", einem täuschenden Scheine der Heiligkeit und Wethe, den uns die hommes de bien, die anständigen Leute vor den Augen des Volkes ״aux yeux de la foule" angaukeln müssen, damit dieses uns hochachte und unserer Wirsamkeit bet sich Eingang gestatte. Der rechtschaffene Mann, der uns im Herzen nicht achtet, beschimpft uns eben dann auf's Tiefste, wenn er vor den Augen des ״Volkes" ehrerbietig den Hist vor uns zieht. .Die Achtung, die man dem Worte, dem göttlichen Gesetze, das wir zu lehren haben, versagt, hat auch für uns persönlich allen Werth und alle Bedeutung verloren. Za, wir halten den Nimbus, mit welchem die Männer nach dem Herzen des Traducteur de la Bible sich heut zu Tag aux yeux de la foule zu umgeben bemüht sind, nicht nur nicht für ״ein wirksames Mittel die religiöse Gleichgültigkeit zu bekämpfen," sondern für eine Verirrung, die nur geeignet ist, dem religiösen Jndifferentismus ein immer größeres Bette bei uils zu graben. Je mehr man die Männer der Thora mit einem unjüdifchen persönlichen Nimbus, einem dem Heiligenscheine christlicher Geistlichkeit nachgeäfften ״prestige" nmgiebt, um so mehr rückt man die Thora aus dem Leben des Volkes in die Heiligenregion eines gefirmelten Standes, um so größer Macht mau die Kluft zwischen dem Volke und seiner Thora, umsomehr verwischt man das Bewußtsein, daß ganz Israel zum Priestervolke dieser Thora berufen, um so mehr bestärkt man den ״Laien" in seiner Gleichgiltigkett gegen die Thora, deren ״Stand" er ja nicht angehört, um so mehr wird immer mehr die Gesinnung auch bei uns als eine berechtigte erscheinen, die den ״gebildeten Laien" sich bereits als ein Wunder der Religiosität dünken läßt, wenn er dem ehrwürdigen Mann des Gesetzes eine tiefe Reverenz gemacht und seinen Worten mit ehrerbietigem Anstand zugehvrt, ohne durch ein unanständiges Gähnen seine Langeweile zu verrathcn. Und la foule, von der du sprichst, in deren' Augen unser Heiligenschein unantastbar gehalten werden sollte, die Menge, die Masse, das Volk — siehe in dem ganzen Wortschatz unseres jüdischen Herzens, fehlt dieser ganze Ausdruck. Diese ganze Klüftung und Scheidung, dieses Tiefhinabsetzen unserer Brüder, dieses Hochhinaufsetzen unserer selbst, um unseres Bischen gelehrten Wissens halber, um unserer oft St :1 "1 Ü ׳, H N M M :!§ '4 Si

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