Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1856)
- Article
- Unser Artikel: Die Conferenzen der Grands Rabbins zu Paris
- Date
- 1856-10-01
- Page
- 23 (sequence 3)
- Language
- German
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-i .;i E 1 . ■M■ ■M Ueber die Conferenzen der Grairds Rabbins. 23 ״vor den Augen der Menge" dem Rabbinen, vor Allem heutigen Tages lassen müsse. Und daß gerade ein Rabbiner sich dieses — vermeintlichen — Attentates schuldig gemacht, daß, wie diese ״Menge" sprechen würde, eine Krähe der andern die Augen ausgehackt, ein Schwarzrock selbst den andern nicht geachtet, daß gerade ein Nabbiner diese Höflichkeitspflicht collegialischer Fraternität außer Augen gesetzt habe, das ists, was die Herren jenseits des Rheins so in Harnisch gebracht, da sollen wir es gegen unsere Herren ״Confreres" ungemein an der schuldigen Achtung haben fehlen lassen, sollen sie mit ״objurgations", mit ״injures", mit beleidigenden Vorwürfen getränkt haben, sollen der ״wilde Doktor" ״t'ongnsux docteur,“ sein, dessen heftige Sprache alle Grenzen des Anstandes überschreitet und der die gute ״Lection" wohl verdient, die ihm die Feder eines ״Laien" dtktirt! Hätte unser Artikel in der That, ohne daß wir es gewollt, diesen beleidigenden Karakter, wir hätten uns für die Lektion bcdankt, hätten uns nur im Stillen über die Hand gewundert, die hier die Zuchtruthe der Anstandslehre zu führen sich erkühnt, hätten uns aber gleichwohl zu nnserm Schulmeister gewandt und hätten zu ihm gesprochen: Lieber Schulmeister, deine Streiche sind gut aber deine Worte taugen doch nichts. Streiche verdienen wir, wenn gleich nicht von deiner Hand. Streiche verdienen wir, — hätten wir dann zu nnserm Schulmeister gesagt — weil wir das Pensum ungeschickt gelost, das wir uns gesetzt, weil wir dem Grundsatz untreu geworden, der uns bis jetzt bei allen unser» literarischen Arbeiten geleitet, von allen Persönlichkeiten überhaupt und von persönlichen Verkleinerungen insbesondere uns fern zu halten, weil wir uns mit einemmal in ein journalistisches Genre verirrt hätten, das wir gerne den Archives Jsraelites überlassen, und von dem unsernJeschurun fern zu halten, bis jetzt unser Stolz gewesen. Allein deine Motive, die Worte, mit denen du deine Streiche begleitest, verwerfen wir laut, und erklären sie für die größte Beschimpfung des Standes, zu dessen Vertheidiger du dich aufgeworfen. Mag Hr. Ulmann und seine Herren College», — in deren Namen er sprcchen zu dürfen vermeint, die aber schwerlich seine Bevollmächtigung anerkennen werden, — mögen sie deine Worte adoptiren. Wir, und hoffentlich die große Mehrheit der Rabbiner mit uns, protestiren laut gegen ote