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Jeschurun · 1856-10-01 · Heft 1 (Oktober 1856) · p. 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 1 (Oktober 1856)
Article
Unser Artikel: Die Conferenzen der Grands Rabbins zu Paris
Date
1856-10-01
Page
22 (sequence 2)
Language
German
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22 Unser Artikel: des Herrn Cahen zu seiner und der von ihm präsidirten Rabbiner- Conferenz Erwiederung erhoben, und er hat es zugleich gewagt, das in seinem und seiner College,! Name» an den Herrn Cahen gertchtete Schreiben noch mit solchen uns tnfamirendcn Zusätzen zu bereichern, daß wir, nicht wegen der Achtung, die wir uns, sondern wegen der Achtung, die wir der ja auch in einem Grand rabbin d’un Consistoire central verkörperten jüdischen Sache schulden, uns verpflichtet glauben, hiegegen nicht zu schweigen. ״Par qui les Rabbins doivent 118 dtre le plus honords? ״Von wem sollten die Rabbiner am Meisten geehrt werden?" so lautet die Ueberschrtft der Rdponse ä un article du Jeschouroun, mit welcher die Herren Cahen-Ulmann unser» Betrachtungen über die Conserenzen der französischen Oberrabbiner entgegenzntreten für gut befanden. Sie meinen nämlich: ״In einer Zeit, wo man sich von allen Seiten über den religiösen Jndifferentismns bcklagt, sei es augenscheinlich eines der wirksamen Mittel diese zu bekämpfen, daß man unsere Rabbinen mit Respekt und Ehrerbietung umgebe, um ihnen in den Augen der Menge (aux yeux de la foule) jenen Nimbus, (ce prestige) jenen Einfluß zu gewähren, der ihnen in der Mission, die sie erfüllen, so nothwendig ist". ״Anständige Leute", meinen sie ferner, ״versündigen sich selten gegen diese Schuldigkeit. Einem deutschen Rabbiner war cs vorbehalten eine Vereinigung von Rabbinen, die alle ohne Ausnahme die öffentliche Achtung besitzen, mit jener Rücksichtslosigkeit (ce laisser-aller), jener Vermessenheit (outrecuidance) zu behandeln, welche so oft in weniger wichtigen Verhandlungen und im Munde weniger ernster Männer anstößig auffällt." ' Sonderbar! Wir hatten nicht die geringste Veranlassung, noch weniger die Absicht den Herrn Oberrabbinen von Frankreich persönlich zu nahe zu treten, ihnen irgend etwas Ehrenkränkendes, Anstandwidriges zu sagen, wir suchen auch vergebens in unserem Artikel auch nur den leisesten Anflug eines beleidigenden Wortes, und man läßt diese Herren die Beleidigten spielen, und die ganze gegen uns geschleuderte Anklage der Herren Cahen-Ulmann concentritt sich fast in den durch die Ueberschrtft ausgcdrücktcn Satz, daß wir es an dem schuldigen Respekt hätten fehlen lassen, daß wir den heiligen Nimbus angetastet, den ״jeder anständige Mensch"

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