Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1856)
- Article
- Tischri
- Date
- 1856-10-01
- Page
- 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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1. Die weibliche Gruppe am Rosch Haschanal). 5 zu Gott tragen sollen, sie sind es, die mit Schofarmacht an der Schwelle des neuen Jahres immer neu unser Inneres ergreifen sollen, auf das; sie Besitz von unserem Geiste und unserem Herzen nehmen und mit crneueter Kraft unsere Gedanken und Gefühle, nusere Worte und Thaten aus der Wanderung durchs Leben beherrschen. Sie, diese Gedanken der וכחנוח ,מכיכיוח und שופרות, sind es daher, die den ersten Wochen unseres Jahres das entschiedene Gepräge aufdrücken. In diesen ersten Wochen werden sie als die geisttgen Saaten in unser Herz gestreut und in ernster Pflege zum Keimen gebracht, damit sie die reinen Hetlesfrüchte eines Jahreslebens gewähren. In inniger Durchdringung füllen sie den ganzen Jahreseintrttt aus. Jeder einzelne dieses Gedaukcn-Dretklangs tritt an besonderen Tagen zur besondere!; Beherzigung und Pflege besonders hervor und gibt ihnen den Charakter einer besonderen Weihe. So an den Tagen des Jahresanfangs: מזכיות, in den Tagen der Theschuwah: זכרונוח, und שופרורח am Tage der Sühne, Jom Hakktpurim. Und mitten in diesen Gedanken der Huldigung unseres Herrn und Meisters, der Besserung vor den Augen unseres Zeugen und Richters und des erneuten Sühnebundes mit unserem Vater und Erlöser werden unsere Augen zuerst auf jene Frauen gestalten gertchtet, auf jene Mütter mit ihren Knaben, auf Sara mit Jizchack, Hagar mit Jömael, auf Chanuah mit Samuel — auf die über ihre verlorenen Kinder weinende Rahel — und wohl sind diese Gestalten geeignet, unsere sich in Gott versenkenden Gedanken in den Kreis derjenigen Betrachtungen zu umschränken, die allein geeignet sind, unsere Gottgedauken Saaten des wirklichen Heils und des Lebens werden zu laffen. Es ist Gott, dessen Gedanke mit der erschütternden Schofargewalt seiner Erhabenheit und Große dich am Rosch-Haschanah ergreift, und dieser Gedanke mit dieser Allmacht, dieser Erhabenheit, dieser Große, ist von so Welten umspannender Weite, reicht so schrankenlos in die unbegrenzte Ewigkeit hinaus, daß du Gefahr läufst, in diesem Meer der Unendlichkeit, während der schwindelnde Gedanke Gott sucht, dich zu verlieren. Eben vor dem Glanze der unendlichen Erhabenheit und Größe der Welten regierenden Allmacht deines Gottes schwindest du und schwinden alle deine großen und