Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 11 (August 1856)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-08-01
- Page
- 604 (sequence 4)
- Language
- German
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604 זרע ישראל Proben a. d. l. Nachl. d. H. Js. Deutsch u׳ s. w. n. ״Alle Ceremonialgesetze, welche der Bequemlichkeit, dem Erwer-, überhaupt der leiblichen Wohlfahrt irgendwie entgegentreten, sind als Hemmniße, Formglauben, Cercmontaldienst, Menschensatzung, geisttödtend u. s. w. ohne Schonung abzuschasfen. Ebenso solche, die den Juden, als solchen, im äußerlichen Leben kenntlich machen, müssen, als antisocial ausscheiden. Im Allgemeinen ist den Ceremonien nur der Raum zwischen den vier Pfählen der Synagoge zu gestatten, wo sie als Theile deö Cultus signriren mögen." III. ״Selbst in den Räumen der Synagoge sind nur solche Ceremonien zu dulden, welche in der christlichen Kirche — Vorzugsweise in der protestantischen — eine Analogie finden, ansonst aber müssen diese Cermonien wo möglich zeitgemäß modifizirt werden, oder in Wegfall kommen, damit der christliche Besucher der Synagoge nichts Auffallendes, ihm Ungewöhnliches finde, was ihm dann lächerlich erscheinen könnte. — (*זו היא כל התורה מלה ואידך פירושא זיל גמור ״Nun werden Philosophie, Philologie, Geschichte und Kritik aufgeboten, obige Sätze zu begründen, zu beschönigen, so gut sich's thun läßt. Ja selbst der verhöhnte, niedergetretene Talmud muß sein Contingent stellen, sobald man ihn zur Beschönigung jener Thesen mißbrauchen zu können vermeint; und dies nennt man — Theologie. Als Wahrheitsfreund werden Sie zugeben, daß ich nichts übertrieben und erschöpfend defintrt habe." Bei der Offenheit und Entschiedenheit, womit der Vers, seine auf einem klaren, scharfen, durchdringenden Blicke beruhenden Ansichten aussprach, konnte es ihm natürlich an vielfachen Angriffen und Schmähungen nicht fehlen; wie wenig er sich aber durch dieselben beirren ließ, ersehen wir aus einem Schreiben vom 28. Marcheschwa» 5605 (10. November 1814), wo er in Bezug aus einen in einem öffentlichen Blatte sich befindenden Artikel sagt: ״Ich muß glauben, daß besonders auf mich gezielt wird; denn ich bin es ja, der das große Attentat verübt, das Aufspannen eines Regenschirmes am Sabbath als unerlaubt zu erklären. Ich habe ferner gar oft mich erkühnt öffentlich zu sagen, daß nach talmudischer Lehre, das Entblößen des Haupthaars bei verhetrathetcn Frauen ein איתור דאורייתא sei; ich gehöre daher sicherlich zu jenen Heuchlern, die ו i I Sabbath 81, 1.