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Jeschurun · 1856-08-01 · Heft 11 (August 1856) · p. 587

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 11 (August 1856)
Article
Die jüdische Heiterkeit
Date
1856-08-01
Page
587 (sequence 4)
Language
German
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Dte jüdische Heiterkeit. 587 seinen Altären, שלמים, nicht nur mit ihrem Geschick versöhnte, das Leben mit allen seinen Barden zufrieden und freudig tragende Gemüther erwartete Gott an seinem Altäre, an seinem Tisch — "תחת ״ אשר לא עבדח אח ד׳אלכיך בשמחה"Weil du deinem Gotte nicht mit Freude gedient" lautete der ernste Vorwurf, als Gott seine Kinder aus seinem Hause wies. ״Aber wie ist ein frohes, heiteres, und wie ist ein thätig schaffendes Leben möglich mit diesen ewigen Schranken, die jeden stnnlichen Genuß verpönen und jede freie Thätigkeit hemmen?" Jeden? Jede? Reich ist das Feld der frei gelaffenen Genüsse, weit der Raum der frei gestatteten Thätigkeit. Wie unendlich aber gewinnt, wie unvergleichlich erhöhet wird schon der Werth, die Bedeutung, die Süßigkeit des Freigelassenen und Gestatteten durch jene Genußhemmenden, Thätigkeit begrenzenden Gottesgesetze! Das zuerst, das weiß, das fühlt nur der gesetzübende Jude, das zuerst entgehet dem nur über Judenthum speculirenden, Judenthum krittsirenden Menschen. Der stehet nur die Schranke, aber er kennt das Paradies nicht, das jenseits lieget. Dem gesetzübenden Juden verzinst aber mit wucherndem Ueberschuß die Süßigkeit des Gott- und Psitchtbewnßtsetns, das alle seine reinen Genüsse und reinen Thätigkeiten begleitet, reichlich Alles, was er vermeintlich durch die Gottesschranken einbüßt. Seelenruhe zuerst ist die süße Begleiterin aller seiner reinen Genüsse und seiner gottgebilligten Thätigkeiten. Er genießt und zittert nicht, daß sein sinnlicher Genuß seinem höheren, geistigen Theile Eintrag thue; was seinem Geiste und Gcmüthe schaden könne, hat Gott aus seinem Genußkreise ausgeschteden. Er arbeitet und zittert nicht, daß von seinem Streben Gott misbilligend sein Auge abwende. Die Thätigkeit, die Gott nicht billigt, ist ihm bekannt, für sie rastet sein Fuß, für sie hebt sich nimmer seine Hand. Das rein gewonnene Brod, der reine Kuß seiner Ehe hebt ihm sein frohes Auge zu Gott empor, das freundlich seinem Kinde zulächelt. Mit frischem, frohem Muthe geht der ׳ Jude am Wochentage die Wege seines Berufes, um so frischer, um so froher, je mehr ihm die Sabbathrast die Gottesbilligung seiner Wochenarbeit verbürgt. Die Genuß- und Arbeitverbote sind ihm Brief und Siegel, daß auch sein sinnlicher Genuß und seine Erdenmüh' nicht ohne Gott sei, daß Nichts in seinem ganzen irdischen Leben so geringfügig sei, auf SS»

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