Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1856)
- Article
- Geschichte der Juden [Rezension]
- Date
- 1856-07-01
- Page
- 544 (sequence 16)
- Language
- German
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5:44 Geschichte der Juden von Dr. G r ätz. Achter Artikel. sie auch nicht dauern. Wie wett ab von persönlicher Feindschaft alle diese Verhältnisse lagen und wie dies ganze Geschwätz von ״Span- % nung und Feindseligkeit, von Partei und Gegenpartei" eben nichts 1^ als Geschwätz einer leichtfertigen Beschränktheit ist, die sich nur in! j kränkelnde Sympathien und Antipathien persönlicher Gefühle und >,ij Leidenschaften, nimmer aber in die Anschauung der Sache zu verjf setzen weiß, das wird sich eben am besten aus der Betrachtung des- U {eiligen Ereignisses ergeben, bei welchem alle diese vorgebliche Span-!s 'nung u. s. w. endlich zum Ausbruch gekommen sein sollen. |1 Mit acht dramatischer Kunst weiß der Verf. seine Geschichten j;ij zu gruppiren. Er zeigt uns zuerst die ״Demüthtgung" des R. Josua, '׳] um damit eine passende Person zu einem heimlich gegen den Pai triarchen conspirireuden Parteioberhaupt zu haben. Er begeht sodann den schon oben nachgewiesenen sprachlichen und sachlichen;; Schnitzer, um im Sifri Debarim 1 die Existenz einer solchen eon- L| spirirenden Gegenpartei nachzuweisen und damit den immer mehr!! wachsenden Groll des Partriarchen gegen diese Partei und deren vermeintliches Oberhaupt zu motiviren und uns somit würdig aus ■) den letzten Akt des Ausbruchs dieser gegenseitigen Spannung vor- ••j zuberetten. Wir haben leider diese ganze Vorbereitung bereits eingebüßt. Wir haben gesehen, wie an diesem Allem kein wahres;! Wort sei, und vor der Thatsächlichkeit der Urkunden ist uns die 8 dramatische Täuschung gewichen. Wir müssen nun ohne solche :׳j Vorbereitung, somit aber auch ohne vorgefasste Meinung, dem Verf. j-j zu diesem letzten Akte folgen. '1'י■ Der Vers, hatte schon oben einleitend behauptet, R. Josua |j wäre mit manchen Maßregel» R. G. ebenso unzufrieden wie : R. Elteser gewesen, nur habe er, vielleicht wegen seiner ärmlichen l gedrückten Lage nicht gewagt, seine Unzufriedenheit laut! werden zu lassen, und pflegte aus einer widersprechenden si Ansicht ertappt, schnell wieder einzulenken.!! ״Einst", so erzählt nun der Vers, diesen letzten Akt, Hatte . i der Patriarch wiederum in harter Weise R. Josua verletzt und ihm j'j seine heimliche Auflehnung gegen eine festgesetzte Hai| lacha vorgeworfen. Als R. Josua die Thatsache Anfangs in Ab- |1 rede stellte, ließ sich R. G. hinretßen ihm znzurufen: ״so siehe denn [j aus daß Zeugen wider dich aussagen mögen". Es war dies die J