Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1856)
- Article
- Geschichte der Juden [Rezension]
- Date
- 1856-07-01
- Page
- 540 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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540 Geschichte der Juden von vr. Grätz. Achter Artikel. D 1 R. Josua ließ sich überreden und unterwarf sich § der demüthigenden Zumuthung. Sein Erscheinen ff erfüllte R. G. mit Bewunderung; er empfing ihn aufs herzlichste und sagte zu ihm: ״Willkommen, du mein U Lehrer und Schüler; mein Lehrer an Weisheit, mein!; Schüler an Gehorsam. Glücklich das Zeitalter, in weli \ chem die Großen den Geringen gehorchen." Aber diese; Versöhnung war nicht von langer Dauer. f Alle die von uns im Druck hervorgehobenen Stellen, die das! Ganze zu einer Geschichte diktatorischer Anmaßung einerseits, und ן gekränkter Eigenliebe andrerseits machen, sind theils falsch, theils i willkührltch entstellt. . f Nicht R. Josua, sondern R. Doßa b. Harchinas war es, der in der Bestimmung des Patriarchen einen Jrrthum nachwtes, R. Joj sua stimmt ihm nur bei, וקיבלן רג׳ אמר ר' חסא כן הרכיגם ערי שקר j הן ובו' אמר לו ר' יהושע רואה אגי אח דבריך. Reine Erdichtung aber י ist es, daß R. Josua das Kollegium zur Abänderung des Festtages j aufgefordert habe. Hievon enthalten die Quellen nichts. Ebenso .1 unwahr ist es, daß R. Josua zum Widerstande geneigt war. ״Be-;ן trübt" war R, Josua über die ihm auferlegte Verletzung eines f Tages, den er nach seiner Berechnung als Versvhnungstag ju half ten sich verpflichtet glaubte. .הלך ר׳ עקיבא ומצאו לר' יהושע כשהוא מיצר ■ R. Akiba fand den R. Joschua betrübt, - (nach dem Jernschalmi ן war N. Akiba sogar der Ucberbringer des Befehls vom Patriarchen) : — und er äußerte sich, rin ganzes Jahr hätte ich lieber bettlägrig sein mögen, als daß mir eine solche Verpflichtung anferlegt worden K wäre. Und nicht einen Nath zur Nachgiebigkeit um der lieben b Eintracht willen enthält die Erwiederung des R. Akiba, als ob es .׳׳ sich überhaupt in allen diesen Dingen um ein persönliches Beharren oder Nachgebcn, eine Streitsucht oder Friedensliebe handelte, sondern!s eine Gewisscnsbernhigung enthält R. Akiba's Wort, eine Bernhigung darüber, daß er sich kein Gewissen daraus zu machen habe, y den Versvhnungstag seiner Berechnung werktägig zu begehen, weil;> ״ die Heiligkeit des Tages nicht aus der Berechnung, sondern aus der s Erklärung der Nationalantorität hervvrzngehen habe, אמר ליה הרי הוא s 0|ן אומר אתם אתם אתם ג' פעמים׳ אתם אפי׳ שוגגין אתם אפילו מזידין אה אפילו מוטעין, und daher nur der Tag heilig zu halten sei, der von y dieser Autorität als solcher erklärt worden, wäre selbst diese Erklä-;1