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Jeschurun · 1856-06-01 · Heft 9 (Juni 1856) · p. 478

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 9 (Juni 1856)
Article
Siwan
Date
1856-06-01
Page
478 (sequence 12)
Language
German
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474 Stwan. dingung seines Erlösungswertes, daß von vorn herein das ganze Menschenwesen mit allen seinen Kräften für diese göttlichen Anforderungen der Sittlichkeit und des Rechts und der Liebe erzeugt und geboren, gepflegt und genährt werden, aus daß das Menschenwesen fähig bleibe und immer fähiger werde Gott in Heiligkeit und Reinheit zu dienen, und in der aus reinen Menschen erblühenden Gesellschaft die Beziehungen des Rechts und der Liebe wenigen Erschütterungen von sonst unbezähmbaren Ausbrüchen der Leidenschaftcn und der Triebe zu erdulden haben. Es geht an den Heerd, wo die künftigen Kräfte des Menschen erzeugt werden, auf den Acker, in die Hürde, in die Küche, in den Kreis des geschlechtlichen Lebens und spricht: Soll aus dem Acker der Segen und in der Gesellschaft der Friede und das Heil erblühen so darf nicht der Zufall und die Willkür die Saat der Pflanzen und Thiere und — der Menschen streuen. ״Achtet aus meine Gesetze!" Mischet nicht Gattungen, die ich geschieden! Nehmet nur Nahrung, die ich für euch ausgewählt! Aber vor Allem haltet die Keimkräfte eures kommenden Geschlechtes heilig und rein! Säet nur Menschen in Verbindungen, die ich euch gebilligt und in Zeiten und Zuständen, die ich euch bestimmt, so werdet ihr ״rein" und ״mein" bleiben! Rein und mein werden eure Kinder erzeugt und geboren, rein und mein eure Jünglinge und Jungfrauen erblüheu, rein und mein die Kräfte eurer Männer und Frauen reifen und ich werde segnen die Frucht eurer Felder, die Frucht eurer Heerden, die Frucht eurer Ehen und Familien, und ich werde unter euch wandeln und ״euer" sein, wie ihr die ״Meinen" seiet und bleibet. (כלאים, מאכלות אסורות, עריוח, נרה) Und es tritt in die Gesellschaft und legt das ״Recht" als Grundlage der Gesellschaft, aber das Recht als Selbstzweck, als das unantastbare, göttliche Heiltgthum der Menschheit, das seinen Werth nicht erst aus seiner Bedeutung für die Sicherheit und Wohlfahrt, der gesellschaftlichen Zustände erborgt, das vielmehr in eigenem Lichte strahlt und um seiner selbst willen zur Achtung und Erfüllung kommt. Scharf scheidet dies Gesetz das Recht an sich von jeder andern Rücksicht auf die Sicherheit und die Handhabung des Rechts (דין und קנם) und zeigt dem Menschen im Menschen das göttliche Ebenbild, dem Gott seine Erbenwelt zur Beherrschung hingegeben, bas jedem Wesen

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