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Jeschurun · 1856-05-01 · Heft 8 (Mai 1856) · p. 441

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 8 (Mai 1856)
Article
Geschichte der Juden
Date
1856-05-01
Page
441 (sequence 18)
Language
German
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Rabban ©«mattet und fein« Seit. 441 hätte dem R. Gamaliel das nicht erst nach dem Verf. als klug ersonnener und durch allerlei Hierarchische Anmaßung auszuführender Plan vorznschwcben brauchen, was bereits Jahrtausende lang theoretisch und praktisch klar und offen an die Hand gegeben war; ja, so wäre diese Differenz längst vor ihm entschieden gewesen. Allein diese Differenz ließ sich nach diesem Grundsatz nicht entscheiden und auch das Synhedrin fühlte sich Nicht competent dazu, weit — nun, weil unsere ״geistlichen Collegia und Eoncilia", weil unsere Synhedrin nirgends Gewaltsprüche thatcn, und zu ehrlich waren da einen entscheidenden Machtspruch zu thun, wo sie selbst im Zweifel waren. In Zweifel war man aber über die Anwendung des entscheidenden Majoritätsprinztps in diesem Falle, weil einerseits die Hillelssche Schule die Majorität für sich hatte, die Schamat'sche aber sie an Geist überragte — ב/׳ה. רובא ,ב״ש טחררי טפי — das Prinzip der Entscheidung nach Majorität aber zunächst nur unter geistig gleichstehenden galt כי אזלינן בחר רובא היכא דכי וזדו־י נינת, Zebamoth 14,a, — und war daher mit einem solchen ״Plane," wie ihn der Vers, dem N. Gamaliel unterschiebt, gar nicht zu helfen. Interessant ist es aber, wie, selbst ihm einmal Alles zugegeben, der Verf. hier wiederum eine ganze Kleinigkeit übersehen. R. Gamaliel soll — nach dem Verf. — sein ganzes Leben daran gesetzt haben, die Differenz der htllel- und schamai'schen Schule zur Entschcidung zu bringen, soll endlich diese Entscheidung zu Gunsten der Hillel'schen zu Stande gebracht und soll nun, um die mühsam errungene Einheit zu erhalten, mit Blitz und Bannstrahl jede Auflehnung gegen diese Synhedrialautorttät inquisitorisch verfolgt haben — und siehe, R. Gamaliel selbst folgte in drei Dingen der schamaischeu Schule שלשה דברים ת׳ מחמיר כדברי ב״ש Beza 21, d und wird doch der Verf. den R. Gamaliel nicht bei Andern mit Feuer und Schwerdt verfolgen lassen wollen, was er selbst im eigenen Hause übte!! Diese Stelle ist aber zugleich ein Beleg mehr dafür, daß jenes die Halacha wie die hillel'sche Schule feststellende Bat-Kol erst nach den Zetten des R. Gamaliel vernommen worden. Sehen wir uns nach den Belegen um, die der Verf. für diese ganze irrige Auffassung des R. Gamaliel und seiner Zeit bietet, so werden wir wiederholt nur auf die Nota 4 hingewtesen. ״Bergl.

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