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Jeschurun · 1856-04-01 · Heft 7 (April 1856) · p. 396

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 7 (April 1856)
Article
Aus Holland
Date
1856-04-01
Page
396 (sequence 6)
Language
German
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Korrespondenz. 396 schränkend, beträgt dennoch die Zahl der gegenwärtig in der Nied. Zsr. Heil-Anstalt für Wahnsinnige Verpflegten 45, so daß nach Abzug der Reichs- und Provincial Subsidien ihre Verpflegung auf Meerenbcrg der Stadt 1800 fl. kosten würde. Spr. bemerkt zugleich dabei, daß diese Verpflegung für Stadtrechnung keine Gunst, sondcrn eine auf der Stadt ruhende Pflicht sein würde» Wird die Nied. Jsr. Arinencomm. nun in den Stand gesetzt, mit ihrer Administration geregelt fortfahren zu können und auch die Kosten für die Irren-Anstalt zu bestreiten, dann wird sie wie bisher dieser besonderen Anstalt den Vorzug geben, wie sehr sie auch zu dieser besonderen Verpflegung Nichts verpflichtet. Noch aus einen andern Umstand macht der Vorsitzende die Nathsherrn aufmerksam, nämlich daß das Nied. Jsr. Armencollegium, ungleich andern kirchlichen Administrationen, die allein ihre Mitglteder mit den Bedürfnissen vcrschn, bei der Bcthciligung keineu Unterschied mache und sowohl Mitglieder als Nicht-Mitglieder unterstütze; so daß selbst wenn ein bedürftiger Israelit sich anderwärtö befindet und daselbst unterstützt wird, er dennoch nach dem hier gültigen Armengesctze, Anspruch auf hiesige Unterstützung hat." Ein anderes Nathsglicd fügt ucch hinzu, daß von der Jsr. Armcncommission auch noch die Kosten für Verpflegung der Waisen, verlassener Kinder und Findlinge in den Kinderanstalten der Gesellschaft für Wohlthätigkcit getragen werden. Nachdem nun eine kurze Diöcufsion auch noch daö Gesuch der Nied. Jsr. Portug. Armenpflege behandelt, wird der Beschluß des Rapportes zur Abstimmung gebracht und mit 29 gegen 1äugenommen. Also nenn und zwanzig Stimmen des hohen Nathcö bewilligen der Nied. Jsr. Armencomm. zu Amsterdam eine jährliche Unterstützung von ungefähr 40000 fl., und nur eine einzige stimmt dagegen und zwar nicht aus Judenfcindlichkcit — sie sagt die Jsr./Armencomm. verdiene Lob und Dank für ihren Eifer, sic sucht die Gründe des Bittschreibens noch zu beleuchten— nein, nur deshalb kann sie dafür sich nicht erklären, weil ihr das Interesse der Stadt näher am Herzen liegt, als das einzelne. Ich denke mir, es muß doch eigenthümlich sein, wenn ein Bürgermeister eines deutschen Krähwinkels, mit gravitätischer Miene

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