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Jeschurun · 1856-04-01 · Heft 7 (April 1856) · p. 385

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 7 (April 1856)
Article
[Rezension]
Date
1856-04-01
Page
385 (sequence 14)
Language
German
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Rczcnsirt von vr. GugmPimcr. ר ZZZ fast ein ganzes Jahrtausend hindurch die Methode des Midrasch vorherrschend geblieben war, und die zur Auffindung des natürlichen Schriftsiuncö führende, wissenschaftliche Erforschung der hebräischen Sprache und ihrer Gesetze in der vorarabischen Zeit kaum ihren Anfang genommen hatte; so waren die ersten Versuche, die heilige Schrift nach ihrem einfachen Stammsinne zu erklären , mit vielen Schwierigkeiten verbunden." § 273 : ״Der Ruhm, die ersten Schwierigleiten in der Auffindung des natürlichen Schriftsinncs glücklich überwunden zu haben gebührt den karäischen Forschern im heilige« Lande." War es erst jener zweiten Periode Vorbehalten, die ״erste« Versuche" zu machen, um ״die heilige Schrift nach ihrem rinfachen Stammsinne zu erklären"; hatte man vor jener Zeit noch mit den ״ersten Schwierigkeiten" zu kämpfen, um zur ״Aaffindüng des ״natürlichen Schriftsinnes" zu gelangen: so muß der früheren Zeit der einfache Schriftsinn völlig abhanden gekommen sein, was aber durchaus unwahr ist. Wir haben Schabbath 63 a einen deutlichen Beweis, daß nicht, wie der Verf. meint, nur ״die hagadische Exegese zuweilen mit dem natürlichen Schriftsinne übereinstimmt", sondern auch in der halachischen Exegese der Grundsatz אין המקרא יוצא מירי פשוטו festgehalten wurde, und auch solche Stellen, welche scheinbare Ausnahmen in der Durchführung dieses Satzes bilden, wie Jebamot 24 a, Ketubot 38 b, zeigen mit Bestimmtheit, daß die Talmudistcn stets des einfachen Schriftsinnes sich bewußt waren. Allerdings wurden von ihnen viele Schriftstellen auch in einem weiteren, als dem einfachen Sinne gedeutet, aber auch hierbei blieben sie dem Grundsätze אין המקרא יוצא מירי פשוטו getreu, da dieser Satz, wie R. Mosche ben Nachmann in seinem Kommentare zum Sefer Ha-Mizwvt שרש שר bemerkt, nicht andeuten soll, daß die Schrift?nur nach dem einfachen Wortsinne ausgelegt werden darf, sondern vielmehr darauf hinweist, daß der einfache Wortsinn durch die Erklärung des Midrasch nicht aufgehoben wird, und die die Beobachtung der Gesetze betreffenden Midrascherklärungen in den Worten der Schrift gleich dem einfachen Wortsinne enthalten sind בי המדרשים כולם בעגין המצות אין בהם מקרא יצא להם מירי פשוטו אלא כולם בלשו! הכתוב נכללים. Daß zuweilen auch für solche gesetzliche Bestimmungen, für welche die Bibel keine wirklichen Hinweisungen

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