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Jeschurun · 1856-04-01 · Heft 7 (April 1856) · p. 384

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 7 (April 1856)
Article
[Rezension]
Date
1856-04-01
Page
384 (sequence 13)
Language
German
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384. המסתח. Praktische Einleitung u. s. w. von Leopold Löw. ausgesprocheneErdichtung ist, so unerklärlich ist die im folgenden §- liegende Unwahrheit, in dem der Vers, sagt: ״Don den älteren Midraschim unterscheiden sich diese Midraschwerke dadurch, daß sie das halachische Element gänzlich auöschlicßen, und sich nur ans die Haggada beschränken. Der große Midrasch (מדרש רבות), dessen ältere Bestandtheile in dieser Periode gesammelt wurden, eröffnet die lange Neihe der rein haggadischen Midrasch- Werke." Abgesehen davon, daß in manchen der vom Vers, erwähnten Midraschim, wie im Tanchuma und Pesikta rabbatht, viele Abschnitte von einer hälachischen Erörterung ausgehen, zeigt schon ein Blick auf sämmtliche Midraschim, daß sie nicht nur bei der Erklärung der. gesetzlichen Stellen der Thora, sondern auch bei solchen Stellen des Pentateuchs, deren Wortlaut mit dem Gesetze in keinem Zusammenhänge zu stehen scheint, und auch bei der Interprctation der prophetischen und hagiographischen Bücher halachische Erörterungen enthalten, wofür wir nur einige Beispiele anführen wollen: Bereschit rabba 58 zu 1 B. M. 23, 17; Jalkut Schimeoni II 80׳ zu 1 Sam. 2, 1; das. 356 zu Jes. 58, 13; das. 382 und 383 zu Ezechiel 44, 7. 20; das. 967 zu Kohelet 1, 15. Midrasch Sachor tob zu Ps. 17, 1 (Lemberg 1850 f. 33). Aus diesen wenigen aus den Midraschim zu verschiedenen Theilen der Bibel angeführten Beispielen geht Wohl zu Genüge hervor, daß auch die erwähnte Ansicht des Vers, aus einer Unkenntniß des betreffenden Literaturgcbictcö beruht, so viele nicht zur Sache gehörende Stellen ex auch aus demselben anfi'ihrt, bevor er zur ״Geschichte der Bibel- Auslegung von 900 bis 1500 n. b, gew. Ztr." übergeht. Auch in dem Abschnitte, der dieser Periode gewidmet ist, und zwar schon im 2. Kap. desselben, begegnen wir einem Widerspruche, in welchem der Vers, mit sich selbst steht, und durch den jene Periode der Schriftanslegung, die er die erste nennt, ebenso wie die darauf folgende ganz unrichtig beurtheilt wird. Obgleich nämlich der Vers. §. 115 richtig bemerkt: ״Schon die alten Schriftgelehrten hatten den Grundsatz, daß kein Schriftvers auf eine dem natürliehen Wortverstande widersprechende Weise ansgclegt werden dürfe"; obgleich er § 184 zugibt, daß ״die haggadische Exegese zuweilen mit dem Peschat oder dem natürlichen Schriftsinne übereinstimmte": sagt er doch § 272: ״Da in der Allölegung des göttlichen Wortes

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