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Jeschurun · 1856-03-01 · Heft 6 (März 1856) · p. 335

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Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 6 (März 1856)
Article
[Rezension]
Date
1856-03-01
Page
335 (sequence 10)
Language
German
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Rezensirt von Pr. Gugenheimer. 335 die angeführten Thalmudstellen durchaus nicht als Belege für jene Ansicht dienen, denn es geht aus denselben hervor, daß bei der erwähnten Meinungsverschiedenheit diejenigen thalmudischen Lehrer, welche behaupteten, daß schon vor Esra beim Schreiben der Thora die Qnadratschrtst gebraucht wurde,-eine überwiegende Majorität bildeten, und daß diese Majorität gerade aus solchen Autoritäten bestand, deren Meinung bei einer obwaltenden Streitigkeit vor der Meinung ihrer Gegner der Vorzug eingeräurnt wurde. Die Ansicht des Verf. findet daher im Thalmud keine Rechtfertigung; sie steht vielmehr nicht blos mit den angeführten sondern auch mit andern thalmudischen Stellen, wie z. B. mit Sabbat 140 a, Megilla 9 a im entschiedensten Widerspruche, wie auch manche gesetzliche Bestimmungen und viele Schrifterklärungen unserer Weisen den deutlichsten Beweis dafür bieten, daß sie die Quadratschrift als die Ursprungltche Schrift der Thora betrachteten. Daß ferner die Quadratschrift nicht, wie der Verf. meint, wegen ihres assyrischen oder chaldäischen Ursprungs כתב אשורית genannt wurde, geht schon hieraus, mit der größten Evidenz aber aus Mischna Megilla I 8 und H 1 hervor, wo auch die hebräische Sprache als אשורית bezeichnet wird. Wollte man nun dieses Wort >m Sinn des Verf. erklären, so. müßte man annehmen, daß nicht blos die Quadratschrift, sondern auch die hebräische Sprache in Folge dcS Erils cingesührt wurde,, mit welcher Ansicht aber auch der Verf. nicht einverstanden zu sein scheint. Es kann vielmehr, nachdem a. a. O., wie Raschi z. St. ausdrücklich bemerkt, אשורית auch auf לשון הקודש sich bezieht, keinem Zweifel unterliegen, daß mit 2ת2 אשורית, ebensowenig als mit לשון אשורית etwas Fremdes, sondern die zur hebräischen Sprache gehörige nationelle Schrift gemeint ist, in der auch nach der Ansicht der Thalmudisten die Thora schon Anfangs geschrieben wurde. Zn demselben Sinne wurde jener Ausdruck auch von Maimonideö (Mischnahkommentar zu Jadajim IV 3) erklärt, welche Znterpretation auch von späteren Com!ncntatorcn, wie von R. Obadja aus Bartenora und R. Jom Tob Heller z. St. angenommen wird. Ebenso wurde, - wie aus Gutachten 74 des R. Mosche Alaschkar hervorgeht, von R. Schcrira und R. Hai Gaon angenommen, daß 2 אשוריתm jene Schrift ist, in der die Thora ursprünglich geschrieben wurde, was auch Zbn Esra, Sepher Zachut (Fürth 182?) S. 14 b und Asarja

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