Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 6 (März 1856)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-03-01
- Page
- 334 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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334 המפתח. Praktische Einleitung 11. s. w. von Leopold Löw. däern, in deren Mitte die Judäer nach der Zerstörung des ersten Tempels lebten, zu den jüdischen Schriftgelehrten übergegangen ist." § 57: ״Die Vertauschung des!rationellen Alphabets gegen ein fremdes war eine Neuerung." Es ist bemerkenswerth, daß der Vers, das, waS er § 55 als eine unbestreitbare Thatsache betrachtet, in dem vorhergehenden § als etwas Esra Zugeschricbenes bezeichnet, ohne sich darüber anszusprechen, ob es Esra mit Recht oder mit Unrecht zugeschrieben wird; fast könnte hieraus eutnommen werden, als wäre sich der Verf. wohst der schlagenden Gründe bewußt, die von vielen Gelehrten gegen jene Ansicht angeführt wurden, in deren Folge er Esra ״eine Neuerung" vindizirt. Allerdings wurden auch für jene Ansicht in verschiedenen Zeiten mannigfache Gründe geltend gemacht; so viele Schriftsteller aber auch schon diese Frage behandelten, so wird doch fast von allen die bekannte Stelle in Sanhedrin 21 b als einer der wichtigsten Belege für jene Ansicht angeführt; in der That beweist aber die citirte Stelle durchaus nichts für jene Meinung. Abgesehen davon, daß nach Sanhedrin 22 b, und den hierher gehörigen Stellen in Jeruschalmi und der Tosefta über die erwähnte Frage eine Meinungsverschiedenheit herrschte, wurde schon von R. Jom Tob ben Aschbili (ריטבא) und von R. Jakob ben Chabib (En Jakob zu Megilla 3 a) nachgewiesen, daß auch jene Thalmudisten, welche behaupten, daß erst seit Esra für die Abschriften der Thora die Quadratfchrift (כתב אבירית) gewählt wurde, hieniit durchaus nicht sagen wollten, daß diese Schrift, wie der Verf. behauptet, eine fremde war, sondern daß ihre Ansicht vielmehr dahin ging, daß die Thora ursprünglich von Mosche in der Quadratschrift geschrieben wurde, und daß man nur in den früheren Zeiten, wegen der besonderen Pietät, die man in Bezug auf die von Mosche geschriebene Thorarolle beobachtete, bet der Anfertigung von Abschriften ein anderes als das im Originale gebrauchte Alphabet wählte, bis dieses von Esra auch für die zum Privatgebrauche bestimmten Thoraabschriften eingeführt wurde. Aus diesem Grunde können auch die Worte des N. Elieser ben Jakob in Sebachtm 62 a keineswegs als Beweis dafür dienen, daß die Thora ursprünglich in einer anderen als der Quadratschrift geschrieben wurde. Will man aber auch diese Interpretation nicht annehmen, so können doch