Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 6 (März 1856)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-03-01
- Page
- 336 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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336 חמפר1ח. Praktisch? Einleitung u. s. w. von Leopold Löw. de Rosst, Meor Enajim (Wien 1830) f 275 b flg. und f 283 a flg. nachgewiesen haben. Die Gründe, welche von älteren christlichen Schriftstellern für die erwähnte Ansicht des Verf. angeführt, und in Dobrowsky’s Dissertatio de antiquis Hebraeorum characteribus (Prag 1783) mit ziemlicher Genauigkeit zusammengestellt wurden, sind bereits von Michaelis, Orientalische und exegetische Bibliothek Th. XXU S. 121 flg. als nichtig zurückgewiesen, und die Gründe, welche Luzzato in כרמי שומרון (Franks. 1851) für die erwähnte Ansicht aufstellte, wurden von Dr. Frankel in seiner Monatsschrift (Dresden 1852 S. 189 flg.) widerlegt. Auch die Gründe, welche in der neuesten Zeit von Dr. Levy in der Zeitschrift der deutschen morgenländischen Gesellschaft (Leipzig 1855) Bd. IX S. 476 für jene Ansicht geltend machte, beweisen nichts, da die Ausgrabungen, auf die er sich beruft, nichts anders dokumentiren, als daß die Asshrer und Babylonier die Quadratschrift kannten und in einer etwas korrupten Weis« gebrauchten. Es ist hier nicht der Ort, zu untersuchen, wieso die erwähnten Völker zu jener Schrift kamen; keineswegs bietet aber die durch die Ausgrabungen konstatirte Thatfache irgend eine Berechtigung zu dem Schluffe, daß die Juden während des Exils in Babylonien die Quadratschrist sich aneigneten; eben so unhaltbar find die von Dr. Levy aus dem Thalmud angeführten Belege, und hätte er nicht f. 22 a in Sanhedrin ignortrt und nur f. 21 b zittrt, so hätte er wohl nicht behaupten können, daß der Thalmud eine vollständige Bestätigung des von ihm geschilderten Sachverhältntffeö liefert. Aus dem Gesagten geht hervor, daß der Verf. die § 57 ausgestellte Frage, was wohl Esra zu jener ״Neuerung" bewogen haben mag? sich hätte ersparen können; denn es ist, wie gezeigt, falsch, daß durch Esra ein neues Alphabet eingeführt wurde, und alle Vermuthungen über die Motive jener mit so vieler Sicherheit Esra zugeschriebenen ״Neuerung" fallen daher in nichts zusammen. (Fortsetzung folgt.)