Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 6 (März 1856)
- Article
- Adar und Weadar
- Date
- 1856-03-01
- Page
- 308 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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3Q8 War und Werdsr. bei Seite schieben, denn werdet ihr den Hohn und die Fußtritte des materiellen Uebermnths fühlen, dann werdet ihr zerstieben wie der Staub alles Vergänglichen zerstiebt; denn ihr habt allen geistigen sittlichen Halt verloren, ihr habt selber verzichtet aus jene höhere, göttliche Bedeutung, habt selber zerrissen das Band, das euch, unberührt von allem endlichen Wandel vergänglicher Größe, unvcrlierbar und ewig mit dem Ewigen verknüpft hätte, habt auf den Jakobsberuf verzichtet, der auch den Aermsten in die Reihen der Gotteskämpfer beruft, um ihn mit dem hohenprtesterlichen Schmuck des ״LichtS und der Unschuld" zu bekleiden. Eben weil ^akob als die materiell kleinere Größe am geschtchtltchen Horizonte der Menschheit hinzteht, beruft es alle seine Glieder, sich prtesterlich um das geistig sittliche Gotteshetligthum zu schaaren, rechnet auf jeden seiner Söhne, ״hebt eines Jeden Haupt" zum selbstachtenden Selbstgefühl und Selbstbewußtsein als Mitzähler im Gottesheere des Heiligthums, und spricht zu Jedem: Wenn du individuell und materiell, wenn du nach deinem einzelnen irdischeu Dasein, und für dein einzelnes irdisches Dasein dich zählest, dann gehst du zu Grunde, dann trifft dich der Tod der Vergänglichkeit aller selbstsüchtigen, materiellen Größe. Wenn du aber als Mitbauer des Gottesheiligthums und als Mitkämpfer für das Gotteshetltgthum dich zählest, wenn du nur in deiner Leistung, deiner Förderung, deinem Beitrag für diese geistig sittliche Eottesstiftung auf Erden lebst und leben willst, nur darin deine Bestimmung und deinen Werth und deine Bedeutung findest, dann tritt nur her, du seiest reich, du seiest arm, der Reiche kann nicht mehr, der Arme soll nicht weniger leisten als seinen ״vollen" ״halben" Schekel zum Gotteshetligthum; in diesem deinen ״vollen", ״halben" Schekel, in diesem deinen ״vollen" ״Mitbeitrag" zum Heiligthum, indem du deine volle Kraft mit der vollen Kraft deines mitkämpfenden, mitringenden, mitbauenden und mtttragenden Bruders einigst, indem du — nicht mit Gott für deine Gesammthett und ihre irdischen, Mächte, sondern mit deiner Gesammthett und ihren Trägen für Gott dich einigst zum Kampfe und zum Stege, hebst du mit diesem doppeltgeschlungenen Gottesbande dein ganzes Wesen über den Tod der Vergänglichkeit hinüber, dein ganzes Leben geht auf in den ״Dienst des Heiligthums", und mit jedem kleinen und großen Wirken schreibst