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Jeschurun · 1856-03-01 · Heft 6 (März 1856) · p. 309

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 6 (März 1856)
Article
Adar und Weadar
Date
1856-03-01
Page
309 (sequence 9)
Language
German
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2. Die vier tzichtgedankm der ringenden Größen. 309 du dich ein ״ ,לזכרון לפני ר׳zum ewigen Andenken vor Gott!" Darum rnst Jakob alljährlich alle seine Söhne ans, mit ihrem ״vollen," ״halben" Schekel sich in die Reihen der Träger und Kämpfer des Gottesheiligthums zu zählen und das Selbstbewußtsein stets neu zu wecken, das sie mit Gott, seiner heiligen Stiftung auf Erden und der sein Heiltgthum tragenden Gemeine auf ewig verbindet. Dieser Aufruf geschieht durch: פרשת שקלים. *) Aber der zweite Lichtgedanke der ringenden Große heißt: Sachor Heißt: richtige, wahre Würdigung der gege«überstehenden materiellen Größen und Mächte. Bestimmt, das einzige Geschichtsvolk auf Erden zu sein, als ״der ewige Jude" zu wandern aus Erden, an der Wiege und — an dem Grabe aller Völker zu stehen, alle Evolutionen und Revolutionen der Geschichte mit durchzumachen, an allen Katastrophen der Nationen Theil zu nehmen und doch trotz unserer materiellen Winzigkeit uns nicht mit begraben zu lassen von dem Schutte der Zeiten, vielmehr das ewige geistige Erbe der künftigen Menschheit ans dem Schtffbruch aller Vergangenheiten siegreich zu retten, — ward uns gleich bei unserm ersten Eintritt in die Geschichte ein Panier zur Warnung aufgesteckt, daß wir uns von vorn herein nie blenden lassen sollen, wie mächtig glänzend auch meteorgletch eine materielle Macht am Geschichtshimmel der Nationen aufsteigen möge; daß uns nicht bangen solle, wenn schwerdtgegürtete Mächte das Scepter der Gewalt über niedergetretene Nationen schwingen wurden; daß wir keine materielle Macht furchten sollen, die sich nicht mit den Genien des Geistes und der Sittlichkeit vermählt, daß wir es wissen sollen, die Tage einer jeden Macht seien gezählt, die nicht selber die Herrschaft des Geistes und der Sittlichkeit anerkennt und sich nicht freiwillig und aufrichtig vor der Hoheit dieser Mächte beugt, denen allein die Zukunft der Menschheit angehört. Laß sie banquettiren die übermüthtge materielle Macht. Hinter den sorglos Zechenden schreibt die unsichtbare Hand an die blasse Wand ihres Lustpallastes: ״du wirst gezählt, und gezählt, wirst gewogen und — gebrochen!" Denn alle, materielle Macht wird zu *) Siehe 1. Jahrg. S. 248. ff.

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