Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1856)
- Article
- Schewat
- Date
- 1856-02-01
- Page
- 255 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Die FrühllnMredigt im Winter. 255 dern, Gemeinen, dem Schmutz und der Entartung unfrei und ersterbend sich Hingehenden nichts zu schaffen, und ״ ,"דרשוני וחיו״suchet Mich und lebet" ist die andere Seite dieses Gesetzes. Mitten in einer Welt, der Entartung und der Vergänglichkeit und der flüchtigsten Nichtigkeit rettet euch zu Mir empor, suchet Mich, klammert euch an Mich, haltet Mich fest in jedem Augenblick und gewinnet" in Mir und durch Mich, durch Verlebung eines jeden Augenblicks in Metnem Dienste, das lebendigste, thatkräftigste,-schon htniedeu der Ansterblichkeit angehörige, ewige Leben! Die Gesetze über איסור והיתר־, die Gesetze, die das geschlechtliche Leben und die Nahrung regeln, ersaffen den Menschen in seinem Keim, und seine Kräfte bet ihrem Entstehen, das ganze leiblich geistige Wesen in seinem Werden und seiner fortgesetzten Entwickelung, und Wache hält das göttliche Gesetz auf der Brücke zwischen Materie und Geist, zwischen organisch-physischer Gebundenheit und menschlich-göttlicher Freiheit, bei dem Uebergang des Stoffs und seiner Kräfte in den Bund der Seele und ihrer Geister, damit bet diesem Uebergang und dieser, der menschlichen Erkenntniß ewig verschleterten Einigung solcher Gegensätze der Geist und die Freiheit und die göttliche Seelenreinheit und Lauterkeit gewahrt und gesichert bleibe, und umgiebt zugleich eben durch die Erfüllung der einzelnen Bestimmungen dieser. Gesetze gerade diejenigen Lebensäußerungen mit Gedanken und Empfindungen der Reinheit und der Freiheit, der Heiligung und des Lebens, die die Gefahr des Untergangs in Gemeinhett und Entartung, in geistig-sittliche Knechtschaft und Tod so nahe legen, ja umwandelt sie auf höchster Stufe in Thaten der Freiheit und der Gott dienenden Wethe. Die Gesetze über טומאה וטהרה, die alles abgestorbene, der Naturnothwendigkeit erlegene Leben aus dem Kreise des Gesetzesheiltgthums und seiner Träger bannte, füllte den Kreis dieses Heiligthums und seiner Diener mit Gedanken der Blüthe und des Lebens und gestaltete ihn durch diese Gedanken zu einer Pflanzstätte hintedtger Unsterblichkeit, in welcher der Menschengetst zur prophetischen Gottesnähe aufblühte, und welche nach und nach das ganze Volk zu dieser gottinnigen Blüthenhöhe des hiniedtgen Lebens und Strebens zu laden und zu tragen berufen war. Dreimal im Zahre sollte dieser Geist der טהרה. alle Schichten des Volkes durchdringen und ganz