Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1856)
- Article
- Ein Wort an Herrn Kirchheim
- Date
- 1856-01-01
- Page
- 240 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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240: Ein Wort an Herr» Ktrchheinr. ter Entstellung, Verketzerung und Verdächtigung des alten: Indenthums misbraucht, bis in das letzte Dorf hinab eine synagogale bureaukratische hierarchische Tyrannei zu constituiren bemüht waren, unter welcher der arme jüdische Landbewohner hülflos seufzt, die Noch und Verlegenheit armer jüdischer Knaben und ihrer Eltern mis brauchen und die dargereichte Unterstützung und Hülfe zugleich zu einem Köder herabwürdigen, Proselyten für ihr Dogma zu machen — wohnt bei Denen der Fanatismus und die Verfolgungssucht, oder wohnen sie bei Denen, die dies Alles leider nur zu geduldig erduldet, und, auf Gott und ihre heilige Sache vertrauend es sogar. verschmähen, in Wort und Schrift sich und ihre Heiligthümer gegen ihre Verfolger zu vertheidigen? Auf wessen Seite rühren sich die Federn in täglichen Schmähungen, auf wessen Seite misbraucht man den reinen Namen eines Volkslehrers, dem Volke seine eigenen Brüder und die Heiligthümer seiner eigenen Väter herabzuwürdigen und zu verdächtigen, auf wessen Seite hebt man den Kehricht von Gassengerüchten ab, um rechischaffene Männer zu kränken und zu verläumden, um Familien zu höhnen und der Verachtung preiszugeben, weil sie anders denkender Richtung angehören, auf wessen Seite greift man begierig nach Familien-Ereignissen und Personalien, um Persönlichkeiten und in ihne die anders denkende Richtung zu verkleinern, der sie angehören, auf wessen Seite reibt man sich in fanatischer Freude in öffentlichen Blättern die Hände und weidet sich an dem Schmerze ehrbarer Familien, auf wessen Seite verleugnet man alle Menschlichkeit, alle Pietät, alle Rechtlichkeil!, fährt man in blindem Fanatismus auf Alles zu, so es nur zur ephemeren Verkleinerung und Hetzung der anders Denkenden gereichen zu können verspricht— und auf welcher Seite schweigt man zu allem Dem,, erträgts mit geduldiger Verachtung, um nur nicht in die Versuchung zu kommen, die eigene, heilige, reine Sache mit gleicher Leidenschaft zu besudeln?: — — —? Md wie, Herr Kirchheim, könnten Sie es wagen zu sagen, zu schreiben, zu drucken, wie hat Ihnen Ihre , Feder den Dienst nicht versagt,, als Sie die Worte hinschrieben,, ״aber mit unmotivir- ״tenPhrasen eindogmatLschesUrtheLlinherAbsicht ״fallen um: einen Ge kehrten zu verdächtigen, tveil er in ״einer׳ dem Recenscnt en nicht b eliebigen Anstalt lehrt ״bst ein Verbrechion,. welch es mam nichteinmall einem ta-