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Jeschurun · 1856-01-01 · Heft 4 (Januar 1856) · p. 237

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 4 (Januar 1856)
Article
Ein Wort an Herrn Kirchheim
Date
1856-01-01
Page
237 (sequence 17)
Language
German
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Ein Wort an Herrn Ktrchhetm. 237 thuenden glaubenswüthigen, retrograden Verkommenheit, schüttet sie dem Recensenten über's Hanpt, dichtet ihm die verächtlichsten Motive an, stellt ihn so mit dem ihm fremdartigen, ihm äuge werfene n Schmutz besudelt vor das Gericht der Oeffentlichkeit, und referirt dem Publikum aus seiner Schrift die empörendsten Dinge, von denen sie jedoch durch und durch rein geblieben. Was gebt ihr auf die Kritik dieses Recensenten, sagt das Pamphlet des Herrn Ktrchhetm zu seinen Lesern, ״er möchte sein ganzes lügenhaftes ״System nun auch in der Geschichte zur Geltung bringen," ein ״Ketzer" ist ihm Grätz, ,,ein Ketzer" und wteberum ״ein Ketzer," ״er gehört zu jenen ״ZionsMchtern Mit den giftigen ״Pfeilen," die ״in jedem Worte Apostasie wittern," uüd ״weil Grätz sich des unglücklichen Wortes: ״freie Ansicht" bedient ״hatte, eine freie Ansicht aber vor dem Tribunal dieses Größinqui- ״sitors keine Gnade findet, möge das Wort noch so bedeutungslos, ״wie dort, stehen," ״so erlaubt er sich in majorem Dei glöriam ״Verdrehungen und Andichtungen, das Buch kommt auf den Index ״und der Ketzer wird verdammt. ״Verkleinerungssucht" leitet ibn, ״er freut sich, aus seinem Verstecke zur Ehre Gottes und der Thora ״ein Werk mit Verketzerungen und Verdächtigungen zu umranken, ״dessen Ruhmeshöhe er nicht zu erreichen vermag." Wenn er UNsere Fragen, zu lösen vermöchte, die wir ihm aufgeben zu können vermeinen, ״dann hätten wir, wenn auch nicht das iiiquisitatorische ״Recht eingeräumt, in jedem Worte des Herrn Grätz eine Apostasie ״zu wittern, ihn wenigstens berechtigt gehalten, die dogmatische An- ״sicht desselben zu würdigen oder zu verwerfen; aber mit unmvtivir- ״ten, hingeworfenen Phrasen ein dogmatisches Urtheil in der Absicht ״zu fällen, um einen Gelehrten zu verdächtigen, weil er in einer ״dem Recensenten nicht beliebigen Anstalt lehrt, von rer man aber ״sagen.fann* משים מצא חורה לישראל, ist ein Verbrechen, welches man ״nicht einmal einem tadelfüchtigen Recensenten verzeihen kann." ״ . Hierher, Herr KirchheimI Im Angesichte eines jeden redlichxn Mannes, von welcher religiösen Partei und Farbe auch immer, dem die Wahrheit noch nicht zu Nichtsbedeutender Floskel geworden, im Angesichte der Oeffentlichkeit, vor welcher meine Artikel und Ihr Pamphlet offen liegen: Was hat Sie berechtigt, uns diesen sittlichen Schmutz iitzs Angesicht zu

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