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Jeschurun · 1856-01-01 · Heft 4 (Januar 1856) · p. 192

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 4 (Januar 1856)
Article
Teweth
Date
1856-01-01
Page
192 (sequence 8)
Language
German
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192 Teweth. sich die Schatten des Abends." — Auf denn und hinein in die Nacht! Vernichten wir ihre Paläste! Denn Gott, Gott hat's gesprochen, fället .Bäume, werft um Jerusalem Schanzen auf, über diese Stadt ist's verhängt, Gewalt ist Alles in ihr. Wie ein Bor» sein Wasser frisch hält, so hielt sie ihr Unrecht frisch, Gewalt und Raub schreit dort zu mir immer auf, Weh und Leid. Bessere dich Jerusalem! Damit meine Seele nicht von dir weiche, damit ich dich nicht wüste mache, zum unbewohnten Land. — Von Klein bis Gross hascht Alles nach Gewinnst, von Prophet zum Priester übt Alles Lüge. Und gingen gar leichtfertig um mit der Heilung des Bruches meines Volkes und sprachen: cs ist gut! es ist gut! Und ach, es ist nicht gut. Schande über sie! Sie haben das Abscheuliche bewirkt. Aber sie schämen sich nicht, haben das Erröthen nimmer verstanden. Darum fallen sie zuerst unter den Fallenden. Sobald ich sie heimsuche, straucheln sie, spricht Gott. Bessert eure Sitten, bessert eure Thaten, so lasse ich euch bleiben an diesem Ort. Verlasset euch nicht aus Tröstungen der Lüge : Teriipel Gottes, Tempel Gottes — Tempel Gottes sollten sie selber sein! Wenn ihr eure Lebensweise und eure Handlungen bessert, wenn ihr das Recht zwischen Mensch und Mensch bethätigt, Fremdling, Waise, Wittwe nicht berücket, unschuldiges Blut an diesem Orte nicht vcrgießet und fremden Göttern zu eurem Verderben nicht nachwandelt, so lasse ich euch an diesem Orte, in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben, für alle Zeit hin bleiben. So aber verlasset ihr euch aus Tröstungen der Lüge, die nichts nützen. Stehlen, morden, ehebrechen, Meineid schwören, dem Baal opfern, von dem ihr nichts wisset, — und dann kommt ihr und stellt euch vor mich in dem Hause, das meinen Namen trägt, und sprecht: nun sind wir frei, um — aufs Neue alle diese Abscheulichkeiten zu üben — Ist denn in euren Augen eine Räuberhöhle das Haus geworden, das man meinem Namen geweiht? O, ich habe auch sonst wohl schon Einsicht genommen, spricht Gott, geht nur einmal zu meiner Stätte in Schilo, wo ich früher meinem. Namen eine Stätte gewährt, und sehet was ich an ihr wegen der Schuld meines Volkes Israel vollbracht — Stehest du nicht was sie in Juda's Städten thun und in den Gassen Jerusalems? die Kinder suchen Hölzer, die Väter unterhalten das

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