Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1855)
- Article
- Geschichte der Juden [Rezension]
- Date
- 1855-12-01
- Page
- 173 (sequence 18)
- Language
- German
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173 1. Hillel und setnc sicbcn Jnterpretationdregeln. auf eine SpecieS dieser Gegenstände, ohne damit das Ansgesagte von den andern Specieö verneinen zu wollen. So lehrt z. B. die erste Mischnah in Baba Kama 4 HauptbeschnldigungSfälle ארבעה אבות נזיקין R Oschach deren 13, N. Chijah gar 24, Jeder schließt mit seiner Zahl den Andern — formell aus — חנא מנייגא למעוטי, weil z. B. der Eine nur solche Beschädigungen zählt, deren Ersatzpflicht aus der Schuld fließt (בממוגא קמיירי בקנסא לא קמיירי), der Andere aber auch solche, deren Ersatzpflicht aus dem Titel der richterlich aufzulegendcn Pön (קגסא) erwächst. Selbst R. Chijah mit seiner 24-Zahl ist nicht erschöpfend; es fehlt מוסר ומפגל, die auch N. Chijah nicht mitzählt, weil das Eine nur bei Opferheiligthümern vorkommt, das Andere eine mit Worten verübte Beschädigung bezeichnet, er aber nur diejenigen Beschädigungen aufzählen will, die im profanen Kreise und durch Thätlichkciten verübt werden בקרשים לא קמיירי ,בדבורא לא קמיירי. Obgleich nun hier drei Mischnahlchrer sich einander mit ihrer Zahl formell ausschließen und es selbst Fälle gtebt, die auch in der größten Zahl des Dritten nicht Vorkommen, so erkennen sie doch auf realem Boden der gesetzlichenWirklichkcit Alle die sämmtlichen Fälle an, und ist auf realem Boden gar keine Meinungsverschiedenheit unter ihnen. (S. Baba Kama 5a. Tosafoth das. S. auch Tosafoth,Krißuth 1,d). Ebenso konnte z. B.wirklich Hillel gelehrt haben: בשבע מחת התורה גררשח, es giebt 7 Jnterpretationsregcln der Thora (was doch in der That nicht der Fall ist, es wird uns ja nur referirt, Hillel habe da und dort sieben Regeln vorgetragen) und es könnten wirklich unter den 13 Regeln des R. Zsmael 6 sein, die unter den Htlleltschen nicht Vorkommen (was wiederum in der That nicht ist, wie wir sogleich sehen werden), und dennoch brauchte zwischen Hillel und R. Jsmael gar keine Metnungsverschiedenheit hinsichtlich der wirklichen Zahl der JnterpretationsregelnStatt zu finden, könnte Hillel aus irgend welchen formalen Gründen nur eine gewisse Art der Regeln aufgezählt, .ohne damit die andern in Wirklichkeit verneint zu haben. Dafür hatte ja der Verf. den schlagendsten Beweis selbst in Händen. Der Verf, hat nämlich ganz richtig bemerkt, daß Eine der Hillel'schen Regeln, die 6., כיוצא בו ממקום אהר, die der Verf. richtig als היקש מה מצינו, als die Regel der Sachanalogte, — richtiger als die Regeln der Gleichstellung und der Sachanalogie, — erklärt, in R.Z's.,