Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1855)
- Article
- Geschichte der Juden [Rezension]
- Date
- 1855-12-01
- Page
- 169 (sequence 14)
- Language
- German
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1. Hille! und seine sieben Interpret«tionSregeln. 169 ׳ ״Man wird wohl zugeben", sagt der Vers., ״daß die Umständlichkeit und Feier- ״lichkeit dieser Erzählung darauf hinzudeuten scheint, daß diese Hillel'schen Regeln ganz ״neu waren und man eö darum der Mühe werth fand, aufzuzeichnen, in welcher Zahl ״und vor welchen Personen er sie vorgetragen." ״Noch sicherer," meint der Verf., ״werde ״sich ihre Neuheit Herausstellen, wenn wir sie mit den ״allgemein" im ialmudischen ״Kreise angenommenen 13 Regeln N. Jömael's vergleichen." ״An R. Asmael's Re- ״geln sind 6 Hillel'sche enthalten; nur ist 3 und 4 logisch richtig zu einer Regel zu- ״sammengezogen; die 5. Hillel'sche Regel ist in R. Asmael'S zu sieben Regeln er- ״weitert und detaillirt; die 6. Hillel'sche kommt in R. J's. gar nicht vor, dafür aber ״hat der Letztere eine Regel, seine 13. nämlich, die in der Hillel'schen Rubrik gar nicht ,,vorkommt." ״Offenbar," meint der Vers., ״verhalten sich diese 13 zu jenen 7 (in der ״Ztschr. steht irrthüinlich 7 zu jenen 13) ausführend, entwickelnd, erweiternd, auch wohl ״berichtigend. So haben wir denn in den Hillel'schen die Wurzel zu suchen, aus der ״nicht nur die Jsmqelischen Regeln, sondern auch andere, wie z. B. der Akibaischcn ״Schule hervorgewachsen." Wir wollen es dem Verfasser schenken daß ihm im nächsten Satz schon das abhanden kommt, was er im nnmtttelbar vorhergehenden gesagt. In dem einleitenden Satze soll ans diesen andern ״Momenten" nnr hervorgehen, daß Hillel der erste Lehrer dieser Deutungsregeln gewesen, und in der Ausführung wird doch die völlige Neuheit dieser Regeln bewiesen und zwar die völlig neue Schvpfnng. Denn es sollen nach Hillel noch ganz neue, in R. Jsmacls Rubrik enthaltene Regeln entstanden und daraus der Rüüschluß auf die Neuheit der Hillel'schen gerechtfertigt sein. Sehen wir uns die Sache selbst an, was es für eine Bewandtntß mit dieser Tosifta und dieser Beweisführung habe. Zwei Gründe sollen die völlige Neuheit der Hillelischen Interpretations-Regeln aus dieser Tosifta beweisen, die ״Umstandlichkcit und Feierlichkeit der Erzählung" und das Verhältniß der 7 Hillelischen zu den 13 Jsmaelitischen Regeln. Was nun das Erstere betrifft, so weiß seder Talmudkundige daß die Mittheilnng der Personen, vor welchen, und des Ortes, wo, und die Gelegenheit, wobei eine Lehre mitgetheilt worden, gar nicht zu den Seltenheiten gehört, und ist diese Umständlichkeit ebenso wohl ein Siegel der Authentie der Ueberlieferung, als daß sie zugleich die Bemerkung erhält wie diese Lehre nur gelegentlich vorgetragen worden- Für die besondere Wichtigkeit der da und dann vorgetragcnen Lehre crgiebt sich daraus einmal gar nichts u»d kann z. B. im vorliegenden Falle die Bemerkung, daß Hillel diese 7 Regeln vor den Alten Bethhras