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Jeschurun · 1855-12-01 · Heft 3 (Dezember 1855) · p. 165

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 3 (Dezember 1855)
Article
Geschichte der Juden [Rezension]
Date
1855-12-01
Page
165 (sequence 10)
Language
German
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1. Hillel und seine ficken InterpretationSregeln. 165 des Thamidopfers nicht wie beim Peßachopfer die בדת-Strafe gesetzt sei u. s. w. Aus der Wortanalogie: Da bei beiden derselbe Ausdruck: "במועדו" vorkomme. Hieraus erwiderten sie ihm: ״Wir hatten es schon gesagt: es steht noch dahin, ob wir von dem Babylonier etwas zu hoffen haben, (nach dem Vers.: was haben wir von dem Babylonier zu hoffen!) die Sacha-nalogie, die du Haff anwenden wollen, erleidet den Ein- Wurf, daß die Zahl des Thamidopfers begränzt ist u. s. w. Die Schlußfolgerung, die du hast anwenden wollen, erleidet den Ei'nwurf, daß hingegen das Thamid opfer zu den Heiligthümern ersten Ranges gehört u. s. w. und was die Wortanalogie betrifft, die du hast anwenden wollen, fo kann man die Wortanalogie ohne Ueber« lteferung nicht anwenden." Hier haben wir ja aus. dem eigenen Munde der bethyrenischen Synhedrialhäupter die Erklärung des dem Verf. Unerklärbaren, die Begründung des deni Vers. Auffallenden! Sie sagen uns ja selbst, warum sie die von Hillel angewandten Analogien und Folgerungen nicht annehmen. Sie weisen die Sachanalogie und die Schlußfolgerung zurück, weil der Anwendung derselben auf den vorliegenden Fall gegründete Einwendungen entgegenstehen, das Thamidopfer, von welchem das Peßachopfer durch Analogie und Schlußfolgerung hätte abgeleitet werden sollen, Eigmthümlichkeiten habe, durch welche die Analogie und die Folgerung aufgehoben wird, und die Wortanalogie, nach dem dafür geltendewGrundsatz, nur in Folge einer speciellen Ueberlieferung, oder, wie dies R. Joßi b. Bun weiter erläutert, zur Festhaltung einer bereits ohnehin feststehenden Ueberlieferung ,לקיים תלמודו airgewendet werden darf. Hier ist also nichts unerklärt, und eben so wenig auffallenddaß die zuerst abgewiesene Wortanalogie ג״ש במועדו , dennoch mit voller Gültigkeit in die Mischnah übergegangen ist. Denn nach-- dem Hillel sich auf eine ausdrückliche Ueberlieferung Schemaja's und Abtaljon's berufen hatte, stand der Satz selbst durch Ueberlieferung fest und die Wortanalogie bot nur den die Ueberlieferung legalisirenden und bewährenden Stützpunkt in dem schriftlichen Worte dar, wie wir dies ja Eingangs als die wesentliche Bedeutung dieser

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