Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1855)
- Article
- Geschichte der Juden [Rezension]
- Date
- 1855-12-01
- Page
- 163 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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1. HM und s^ine sieben ZuterpretationSregeln. ״zusrtedey.. Betrachtet man diese Stelle oberflächlich, so scheint es, als wenn die An- ״Wendung der Dcutungöregeln etwas ganz Natürliches und Althergebrachtes gewesen ״wäre. Dann bleibt aber der Umstand unerklärt, warum sie diesmal so entschieden ״verworfen wurde und man sich erst bei der kategorischen Üeberlieferung beruhigte. Noch ״auffallender wird es, wenn man erwägt, daß die von Hillel hierbei angewandte und ״abgewiesene Herlettung durch ש במועדן% später angenommen und mit poller Be- ״weiskraft und Gültigkeit in die Mkschna übergegangen ist! — Erklärlich wird aher ״diese Erscheinung, wenn man anniinmt, daß diese Interpretationsregeln, die später ״als vollgültige Norm anerkannt worden, hier zum ersten Male au§ Htllel'S ״Munde als etwas Neues und Unbekanntes aufgetaucht sind: quae nunc vetus» ״tissima credimtur nova faere." So weit für's Erste der Verf. zur Begründung der Jugend und des Hillelischen Ursprungs der Interpretations-Regeln. Also der Vers, weiß sich den Umstand nicht zu erklären, warum, wenn die von Hillel angewandten Jnterpretations - Regeln nicht etwas unerhört Neues gewesen, sie dann diesmal so entschieden verworfen wurden und noch auffallender isks ihm dann, daß die abgewiesene Herleitung ג״ש במועדו später angenommen und mit voller Beweiskraft in die Mischnah übergegangen ist — und weil er sich das Eine nicht zu erklären weiß und das Andere ihm auffallend ist — darum müssen die Midoth, von denen wir Armen bis jetzt geglaubt, sie seien גמסרו מםיני vom Sinai überliefert, zuerst von Hillel ausgestellt sein, der damit, wie der Verf. S. 159 enthüllt, bestrebt gewesen wäre, ״die streitigen soferischen Halachas in biblische Gesetze umzuwandeln!" Wir brauchen nicht zu überlegen, ob, wenn das Eine unerklärbar und das Andere auffallend, hiermit schon hinreichend die Behauptung des Vers, begründet wäre, wir haben nur einfach dem Verf. zu sagen, warum er das Eine nicht zu erklären weiß und das Andere ihm auffallend ist. Auffallend ist ihm Dies, unerklärbar Jenes, weil er die Quellen verstümmelt, die er seinen sogenannten Forschungen unterlegt, weil er seinen Gewährsmännern das halbe Wort aus dem Munde nimmt, das ihm gefällt, die andere Hälfte aber, die eben sofort nicht nur die Erklärung enthält für Das, was er für unerklärbar und auffallend ausgiebt, sondern seine ganze Behauptung der Neuheit der Midoth auf das Schlagendste über den