Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1855)
- Article
- Geschichte der Juden [Rezension]
- Date
- 1855-12-01
- Page
- 162 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2932754-2932821-2932825-2939258--01136-2939312- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Geschichte der Juden von Dr. H. Grqtz. Werter Artikel. IG ronden, überall di? historische und Wahrheitverletzenden Manier hier die Geschichte unserer großen Vergangenheit behandelt wird. Diese בני פתירה, diese bethyrenischen Synhednalhänpter haben in edelster Selbstverleugnung selbst sich ihrer Würde begeben und damit Hille!, den babylonischen Fremdling, in dem sie ihren Meister erkannt, bekleidet: ®ביון ששמעו ממנו בן עמדו ומינו אותו נשיא עליד, oder Wie es im Babli heißt: מיי הושיבוהו בראש ומינו אותו נשיא עליהת, und diese, die reinste Seelengröße dokumentirende Selbstverleugnung, war ein so glanzendes, ewig denkwürdiges Faktum, daß noch der spateste Enkel der hillelischen Naßifamilie, daß noch Rabbi Ichuda Hannaßi ihrer in hoher Bewunderung gedenkt: רפי הה ענן סבי ותלה אמר כל מה דיימי לי בר נשא אנא עביר חוץ ממה שעשו זקני פתירה לזקני השרון גרמון ״ מנשיאות; ומנוביה ופו'Rabbi war in hohem Grade bescheiden und pflegte zu sagen: Alles, was nur Einer von mir verlangen möchte, würde ich thun, nur nicht, was die Bethyrenischen Aeltesten meinem Ahn gethan, die sich der Naßiwürde entkleidet und ihn darin eingesetzt" (Jeruschalnn Kilajim IX, 4), — daß sie auch allgemein als das unvergleichlichste Beispiel der edelsten Selbstverleugnung von der talmudischen Ueberlieferung gefeiert wird: ג' הניחו כת־ין בעהז' וירשו חיי העה ואילו הן יונתן בן שאול ואלעזר בן עזרי' וזקני פתירה ופו' לית לך ״ בההא חקני פתירה השרון גרמון מן נשיאות ומנני׳נשיאDrei haben sich freiwillig ihrer Würde in diesem Leben begeben und haben damit das ewige Leben erworben. Jonathan S. Schau!, Elasar b. Asarjah und die Aeltesten Bethyras u. s. w. Vollkommen steht nur das Beispiel der Aeltesten Bethyra's da, die sich der Naßiwürde begaben und ihn zum Naßi einsetzten (Jeruschalmi Peßachim V, l.) — und dieses, hie jüdischen Synhednalhänpter mit einem strahlenden Ruhme sonder Gleichen adelnde Faktum wird unter dem Hauche dieser Geschichtsschreibung zur — Amtsentsetzung! Nun denn! ״Bei der Amtsentsctzung des bethyrenischen SynhchriumS," erzählt der Verf., ״wandte man sich an Hillel, daß er die Sabbathpeßachfrage lösen sollte. Hillei per- ״suchte es, sie durch dreierlei Deutnngsrcgeln aus der Schrift selbst zu lösen, er wandte ״dabei an die Sachanalogie (היקש), ferner die Schluß so lg eru 11g a minore ad ma- ״jorem (קל וחומף) und endlich die Wortanalogie (׳הה שוה^)- Aber diese Methode ״fand keinen Beifall, man erwiderte ihm höhnisch: was haben wir von dem Babylo- ״njer zu hoffsty! Er mußte endlich erklären , er habe es so von seinen Lehrern Scha- ״maja und AbLaljon als Tradition gehört, erst dann srellse map sich mit seiner Losung