Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1855)
- Article
- Kislew
- Date
- 1855-12-01
- Page
- 143 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Die Chanuckah SerubabelS. 143 salem, sie zerstörte den Tempel, sie führte das Volk und seine׳ Heiligthümer in die Gefangenschaft und machte das von dem entfrembeten Staats- und Volks-Leben belagerte Heiligthum des göttlichen Gesetzes sammt dem ihm treuen Volkeskern — frei. Denn nun beginnen die Siegesjahrhunderte dieses göttlichen Gesetzes. Lastet cs ruhig in die Verbannung ziehen. Ohne Träger, ohne Priester, ohne Staatsgewalt und Waffenmacht weis es, wie einst die Bundeslade im Philisterlandc, durch die ihm inne-- wohnende göttliche Kraft allein selbst den Gemüthcrn seiner Zwing- Herrn Achtung, Anerkennung, Schutz und Förderung abzuringcn und seine Heiligthümer und seine treuen Söhne mitten in Feindes Land zu schützen und zu wahren, zu beglücken, und mitten aus Feindes Land — wieder zu gewinnen. Sehet die Kinder jenes reinen Kerns in Feindes Land, am Königs-Hof, sehet Daniel, Chananjah, Mischael, Asarjah, wagen Juden zu sein, dem Königs-Willen, dem Königs-Gebot gegenüber, wagen ihres Gottes Gesetz zu erfüllen, mit scrupulösestcr Gewissenhaftigkeit an den Umzäunungen der Speisegesetze zu halten, die Knie nicht zu beugen vor der Göttersäule des allmächtigen Fürsten, das Fenster doch zu öffnen um daS dreimalige Gebet zur einzigen Stätte des Gottesheiligthums auf Erden zu richten — sehet sie der göttlichen Kraft des von Gott verliehenen Gesetzes vertrauen, und sehet dies Vertrauen gerechtfertigt und belobnt in der gottverliehenen Gesundheit und reinen Jugendfülle, in dem Alle überstrahlenden Lichte des Geistes und der Einsicht, in dem Allmachts-Schutz vor Feuersgluth, vor Löwen- Rachen und — in der durch sie dem mächtigen Eroberer und Zertrümmerer des Gottesheiligthums selbst abgerungenen Erkenntnist und Verehrung des über Alles gebietenden Einen, allmächtigen Meinen! Und sehet Belschazar, den Sohn dieses Eroberers, der des Vaters Macht, aber diese Erkenntnist nicht geerbt, sehet ihn mit seinen tausend Fürsten, der Gemahlin und dem Königsweibe beim nächtlichen Weingelage — ערוך השולחן צפה הצפית, die Tafel prangt, die Lampe leuchtet — und im Uebermuth des glühenden Weines lästt er die gefangenen Gotteshetltgthümer, die goldenen Gefäße von Jerusalems Tempelbeute kommen, daraus trinket der König, trinken