Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1855)
- Article
- Kislew
- Date
- 1855-12-01
- Page
- 137 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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2. Die Ehanuckah Schelomo'S- 13? von Gottes MuH gestäblt, von Gottes Geist geleitet, Israel Achtung und Recht nach Außen zu schaffen gewußt. Kampf, innerer und äu'ßerkr Kumpf, war die Bedeutung seines Lebens gewesen, Friede und gottgcscgneter Wohlstand war das Erbe, das er hinterlicß. ״Juda und Israel!volkreich wie des Meeres Sand, genießend und fröhlich, Jeder unser seinem Wein- und Geigenbaume von Dan bis Beer Seba" das jüdische Sceptcr gefürchtet ״vom -Euphrat dis zum Mittclmecr nach Egypten hin" und an der Spitze des Ganzen ein Friedensfürst, wunderbar gesegnet an Macht und an Reichthum und an weithinstrahlender Weisheit ׳und Kenntniß — Das war daS äußere Bild Judäas, ׳als — auf dem Moriah-Hügel, wo einst Abraham Isaak, und in ihm 'die ganze Zukunft seines Volkes, hingehend Gott geweiht — der Prachrrcmpel Schelomo'o sich erheben sollte. Jahrelang hatte der Vater alle im Verthcidiqungskrieg gewonnenen Schätze Hur-diesen Bau -.zurückgelegt. Aber nicht -der Arm, der daS Schwerdt geführt, und׳ nicht von den Kriegsspolien derVölker sollte dem Gesetz die bleibende Stätte erbaut werden, das gesendet ist, den Frieden!der Menschheit -zu bringen. Schclvmo, der Friedensfürst, hatre ihn erbaut. Sieben Jahre hatte der Bau gedauert. Was nur lyrische Kunst aus Quadersteinen, Zedern, Gold und Silber in -uubegränzter! Masse an Pracht zu zaubern verstand, war ausgeführt, und - unter diesen prächtigen - Bau war - nun ׳das - bescheidene Mosiszelt und 'die alte Bundeslade-mit dem alten unverkürzten-und unvermchrten Gottesgesetz,zu bringen. Ganz Israel war versammelt — es war das Hüttcnfcst — ganz Israel ״von Chamath bis zum egyptischcn Bach", ganz. Israel vor Gott versammelt. Und es hatten die Priester und. Leviten! das Zelt und die Gesetzeslade in das Allerheiligste unter Cherubimfittige getragen — Opfer ohne Zahl waren dargebracht — zu eng war aber der große Raum für die kleine Lade des Gesetzes, — durch den verhüllenden Scheidevorhang drangen die Spitzen der-Tragstangen — Wars ein Zeichen, daß nicht in eines Tempels -engen Räumen dies Gesetz seine Lösung finden soll, daß es ewig seiner Träger harre, die ihm-das Leben zur Stätte weihen? War's ein Zeichen, daß auch dieser prächtige Bau ihm nicht zur ewigen Stätte bleibe, daß - die! Zeiten kommen würden, wo der Bau in