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Jeschurun · 1855-11-01 · Heft 2 (November 1855) · p. 96

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 2 (November 1855)
Article
Geschichte der Juden [Rezension]
Date
1855-11-01
Page
96 (sequence 8)
Language
German
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96 Geschichte der Juden von vr. H. Grätz. Dritter Artikel. dieser Folgerungen nur scheinbar, vielmehr Aufgabe des Talmuds, zu zeigen, wie das anscheinend Neue rein nur aus die alten Prinzipien zurückzuführen und in ihnen implicite gegeben sei וכן נמי אית להו אנפי אחריתי מתלמוד רידהו למחזי חרושין וענפין וחולדות היכי דיניהון והיכי ״ .אנפי רדמוייהון וחיכי מהדרינן ענף לעיקר דילהוןAuch hatten sie noch andere Weisen ihres Talmuds: zu zeigen, wie Neues, Zweige und Folgernngeir zu behandeln seien, welche Arten der Ableitung durch Analogie es dafür gebe, und wie imnrer der Zweig aus die Wurzel zurückznführen sei." ובחר דתקין רבי הלכתא ומחניחין רירה חוה חלמודא מפרשי בה רוקיא דמתניחין ופרטי וכללי וטעמי מדרשו ובו/ותלמוד הוא חכמת ״ •הראשונים רסברין ביה טעמי משנהUnd nachdem Rabbi die Halachah und deren Mischnah geordnet hatte, bestand der Talmud darin, die Feinheiten und die Tiefen der Mischnah, das Specielle und das Generelle und die Ableitungsmottve zu erläutern u. s. w." ״Talmud ist die Wissenschaft der Alten, in welcher die Motive der Mischnah gelehrt wurden." So ist dem Gaon R. Scherira wie Raschi Talmud Vorzugsweise Kommentirung und analytische Erläuterung des in den Halachvth der Mischnah synthetisch Gegebenen. Ist ja auch ohnehin der vorzüglichste Nerv dieses Sendschreibens zu zeigen, daß nicht wie die Anfrage nach oberflächlicher Anschauung gemeint: שבקי קמאי ״ רובה לבתראיdie Alten das Meiste den Spätern überlassen", sondern ״ כולהון מילי רקמאי גרסי וטעמיהון מתניAlle prägten nur die Worte der Alten ein und lehrten die Motive derselben", also daß es ihm nicht Hyperbel ist, daß das Wissen der Alten auch die הויוח ראביי ורבא, die, wie der Verf. sagen würde, Resultate der spätesten Dialektik, umfaßte ,״ ,אלא כולהון נהירין ליאשוניםvielmehr war Alles bereits den Alten klar" und in der prägnanten Kürze und in der präcisen Feinheit ihres Ausdrucks niedergelcgt und von dem Scharfblick der Spätern nur ״wiederzufiuden", ולא הוסיפו על מימרא רקמאי מאנשי כנהג אלא טרחו טרחי נפישי ורקו דקדוקי רברבי־ ער דאסיקו מאי רהוו אטרין הנך ראשונים וכל. Für die Richtigkeit dieser Auffassung des Talmuds als Erläuterung, nicht als Ampltficirung der Halachoth der Mischnah, spricht Alles, was über ״Talmud" in den alten Quellen gesagt wird. Am schlagendsten ein Sotah 22, a. citirter in Tosifta und Baraita bewahrter Mischnah-Satz selber: תנא התנאים מבלי עולם מבלי

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