Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 2 (November 1855)
- Article
- Geschichte der Juden [Rezension]
- Date
- 1855-11-01
- Page
- 95 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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Die Lehre zur Zeit R. Jochanan b. Sakkai's. 95 Generelle, aus dem Konkreten daS Abstrakte, somit aus den Sätzen der Mischnijoth die eigentlichen überlieferten GesetzcSuormen erkennen zu lassen, das war die eigentliche Aufgabe der unter תלמוד begriffeuen Lchrweise, -wobei zugleich scheinbar widersprechende Sätze durch gegenseitige Beschränkung oder Zurückführung auf verschiedene Heberlieferungsquellen ihre Ausgleichung sandeu. ספרת טעמי המשנה ותירוזוי n משניות הסותרות זו את. So faßt Raschi wiederholt deu Begriff שמוש ת״ח ,גמרא ,תלמוד auf, so Baba Mezia 33, a. Berachoth 11, b. Sotah 22, a.; so ganz besonders R. Scherira Gaou, oder wie die zeitgenössischen Größen in collegialischer Brüderlichkeit sprechen: Scherira, dessen ״Sendschreiben" der Verf. fälschlich als Gewährsmann für seine Ansicht citirt, der aber gerade an der vom Vers, citirten Stelle das diametrale Gegentheil sagt. Ausdrücklich ist auch ihm תלמוד vorzugsweise פירוש, Commentar, Erläuterung, Motiviruug: ״ ותלמוד הזא חכמת הראשנים הספרי{ פיה טעמי משנהTalmud ist die Wissenschaft der Alten, in welcher die Motive der Mischnah gelehrt wurden." Nur zieht er auch die Ableitung der Halachoth aus dem schriftlichen Worte, den zur Erläuterung des Mischuah angewandten מדרש, mit in die Kategorie desselben ותלמוד נמי heißt es zuvor, ותלמוד נמי דשאלחון עלוהי אפי׳ ראשוני ראשונים איח להון תלמוד דהא אמרינן ראית להר הלכתא רגרסינן להון ופו, וא׳ע׳ג רלאו כולהו גרסי כפה אחר ולשון א' אכל הטעמים ידועים הם שהם שוין וכולהון הד ופו' והלכותיהם וטעמיהם שדן אעפי שגרסתם מחולק זה מזה. והוו עיקרין רירהו קלין וחומרין וכו׳ וכו׳ כר הוו אמרי ראשנים הלכחהון כל חד וחד כתרים להון אילין מילי הויין תלמוד רילהון לגלויי טעמי תורה. ״Und was den Talmud betrifft, über den ihr angefragt, so hatten selbst die Nettesten der Alten Talmud. Sie hatten ja, wie bereits gesagt, Halachahsätze, die sie lehrten, und wenn sie gleich nicht alle mit demselben Ausdruck und in derselben Fassung lehrten, i so waren doch evidcnterweisc die Motive und Grundsätze gleich, wenn sie auch im Lehrausdruck verschieden waren. Ihre Ableitungsweisen waren קל וחומר u. s. w. u. s. w. Wenn die Früher» ihre Halachoth, jeder in seiner etgenthümlichen Fassung vertrugen, so bildeten diese Ableitungsweisen ihren Talmud, die Motive der Thorah klar zu machen." Wohl kennt der Gaon auch die ״Folgerung neuer Fälle" als Bestandtheil der talmudischen Lehrweise, allein es ist ihm dies nur ein sekundärer,Bestandtheil und die Neuheit