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Jeschurun · 1855-10-01 · Heft 1 (Oktober 1855) · p. 43

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 1 (Oktober 1855)
Article
Thischri
Date
1855-10-01
Page
43 (sequence 43)
Language
German
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Suüoth. 43 der Andere aus Bretterwänden zimmert, mit bescheidenem Papierschnitz der Eine ziert, mit güldenem Fliterschmuck der Andere anszustatten weiß, das macht die Hütte nicht כשר und nicht פסול, in Beiden kann der Friede wohnen, ans Beiden kann der Friede weichen, — des Hauses Friede, des Hauses Freude sind durch ganz andere Dinge bedingt. Welchen Raum deine Wände umschließen, welchen Charakter die deinen häuslichen Kreis umschließenden Wände tragen, welchen Charakter vor Allem der deinen häuslichen Kreis überdachende Schirm trägt, unter chem du dich schützest, danach frage, wenn du den Frieden deines Hauses bestellen willst. Siehe, es will dein Gott, daß du dich abgränzest auf Erden. Die ganze Erreichung der dem Menschen auf Erden gesetzten göttlichen Bestimmung ist dadurch bedingt, daß Jeder einen Raum für sich gewinnen, einen frei berechtigten Raum, in welchem er sich frei bewegen und seine Gott verliehenen Kräfte zur Verwirklichung der von Gott bestimmten Zwecke unbehindert entfalten könne, und nur ein Geschlecht, das so sich selbst wie seinen Gott verloren, dem so das Bewußtsein vom berechtigtsreien Menschenwesen, wie das Bewußtsein vom allmächtig frei waltenden Gott abhanden kommt, nur ein solches Geschlecht kann zu dem Wahne der Verzweiflung kommen, cs sei das Heil der Menschen auf Zertrümmerung des häuslichen Einzelrechts zu bauen, es könne des Volkes Heil nur ans dem Grabe der Häuser erblühen! Nicht so dein Gott, Israel! Wie unsere Nationalbegründung am Peßach mit Gründung unserer Häuser begaun, uns Gott erst zu Vätern und Müttern, zu Kindern und Eltern, zu Brüdern und Schwestern, erst zu Häusern und Familien grnppirte, und dann erst das umfassende Band der Gemeinde und der Nation um alles dieses schlang, — wie unser erstes Weihopfer in ״Pfoste" und ״Schwelle" seine Altäre fand, also ist unsere Nationalerhaltuug, die Suckoth feiert, nur auf die Erhaltung unserer Gott geweihten Häuser begründet, und wie Peßach findet Suckoth die Losung seiner Feier — im häuslichen Kreis. Es sollen uns die דפנוח, die unsere Einzelkreise abgränzenden Wände erstehen, wir sollen rühren die Hände, dieses Bereich uuferes häuslichen Wirkens so stark und so dauernd als möglich, durch die Spenden der Natur, oder niit dem Erzeugniß unserer Kraft und unseres Fleißes zu baue!,. Und wie spärlich auch immer diese Kräfte

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