Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1855)
- Article
- Thischri
- Date
- 1855-10-01
- Page
- 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Rssch Haschanah. 15 der Brust; darum bei aller Ungebundeuheit so wenig Freiheit, bei allen Genüssen so wenig Freude, bei aller Connivenz so wenig Freundschaft, bei allen Bündnissen so wenig Frieden, bei allem Neichthum so wenig Zufriedenheit, bei aller Berechnung so wenig Glück-und darum schmettert die Theruah, um uns fühlen zu lassen den Bruch, um uns erkennen zu lassen das Weh, um uns sehen zu lassen den Jammer, um den Thron des אל זר in uns zu erschüttern und den אל נכר in unfern Hütten erzittern zu lassen — und unsere Herzen wieder der Thekiah zu öffnen! Denn siehe! Wie wir auch dem Thekiahruf unseres Gottes untren geworden, wie auch die Theruah zu klagen habe in unseren Kreisen — ׳ dennoch ruft Thekiah wieder: לו עמי שמע לי ישראל בדרכי יהלכו כמעט אויביהם אכניע ועל צריהם אשיב ידי משנאי ר' יכחשו לו ויהי עתם לעולם ויאכילהו מחלב חטה ומצור דבש אשביעך ״D, möcht' mein Volk auch jetzt noch auf mich hören, ״Israel mit Ernst in meinen Wegen fortan wandeln ״Wie bald beugt' Ich ihre Feinde nieder ״Hielt über ihre Dränger wieder meine Macht! ״DcS Göttlichen Feinde würden die Feindschaft ihm verleugnen — ״Und auch ihres Glückes Zeit würde ewig dauern. ״Und während dieses es das Mark des Weizens mitgenießen ließe ״Würd' aus dem Fels — mit Honig Ich dich sättigen!" Und dieser Stimme deines dich wieder rufenden Gotteö willst du nicht folgen? Willst fort wohnen lassen im Herzen das Weh und den Unsegen in der Hütte, bis im Weh das Herz zusammen bricht und der Unsegen die Hütte begräbt? Willst dich nicht ermannen zu deinem Gotte, der den Schmerz nur giebt um zur Freude zu heben, den Bruch fühlen läßt, um die Sehnsucht nach Heil zu wecken, der Jammer zu kosten gibt, um den Durst nach Seligkeit wach zu rufeil, der die Theruah nur sendet, um dich wieder zur Thekiah zu führen? O, wenn wir uns nur einmal wieder entschlossen, Sein, ganz Sein zu sein! Sein Volk: und darum Ihm, dem alleinigen König und Herrn, in unserm Herzen den Thron des Gehorsams errichteten! Israel: und darum Ihm, und Ihm allein die Gestaltung unserer Wege