Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1855)
- Article
- Thischri
- Date
- 1855-10-01
- Page
- 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Thischri. von Gott verliehenen Segen nur zur Förderung der von Gott ausgesprochenen Zwecke, zur Erreichung der von Gott gesteckten Ziele zu verwenden, das wollten wir nicht! Und nur gebrochen und schwankend und unstät wie der Theruah Ton war unser Wandel mit Gott, und wenn wir mit einem Schritt ihm folgten, fielen wir mit dem andern wieder von ihm ab, und wenn die eine Regung sein war, schlug ihm schon die andere nicht mehr entgegen — und ״ein starrer Dünkel" scheuchte Gott von dem Throne unseres Herzens, und eine vermeintliche ״Klugheit" scheuchte Gott von dem Throne unserer Hütten — da ließ uns Gott fahren in dem Dünlel unseres Herzens, ließ uns einmal gehen in den selbstgeschaffenen Plänen, sprach: אסתירה פגי מהם אראה מה אחריתם, glauben wir ja selbst zu wissen, was gut ist und bös, glauben ja uns selbst die Pläne unseres Geschickes zeichne» zu können, so mögen wir denn einmal die Seligkeit kosten, die in der Uugebundenheit des Herzens erblühet, mögen einmal das Glück finden, das aus den selbstgefchaffenen Plänen reift, mögen einmal erfahren, was es heißt, sich selbst überlassen und den Folgen und Wirkungen, den mit Naturuothwendigkeit erfolgenden Wirkungen unserer, unter der Herrschaft des אל זר in uns und des אל גפר um uns erzeugten Bestrebungen und Handlungen überwiesen zu sein, mögen einmal erfahren, wohin wir kommen, wenn Gott uns nicht mehr auf seinen Adlerstügeln über alle Gewalt der von ihm gesetzten Naturnothwendigkeit erhebt und wir nur dem Dünkel unseres Herzens und den selbstgeschaffenen Plänen folgen! Denn siehe, nicht naturgemäß wie den übrigen Menschheitfamilien erblühet Israel das Heil. Naturgemäß ist Israel das von den Fersen der Völker getretene, bodenlos und machtlos und haltlos hingeworfene Pariavolk auf Erden, und nur auf den Allmachtfittigen der göttlichen Waltung getragen, erblühet ihm die Seligkeit im Herzen und erblühet ihm das Heil in den Hütten — ״Ich laste es fahren in dem Dünkel ihres Herzens, ״Mögen sie einmal gehen in ihren selbstgeschasienen Plänen" —־ darum wohnt Theruah, גנוחי גנח ,שברים תרועה und ילולי ילל, in unserm Kreise, darum der Bruch in den Hütten und die Unruhe in den Herzen, darum der Seufzer in den Häusern und der Jammer in den Gemüthern, darum das Elend im Leben und das Weh in