Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1855)
- Article
- Thischri
- Date
- 1855-10-01
- Page
- 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Mschri. schung der Schöpfungswunder in der äußersten Welt und indem innern Weben des Menschen, mißbraucht wird, ihm das Bewußtsein seiner eigenen freien göttlichen Natur zu rauben, ihm den ganzen Ruf zur טהרה, zur freien sittlichen Selbstbeherrschung, zur freien sittlichen Selbstvercdlung, znm lächerlichen Mährchen herabzuwürdigcn, und ihn zu lehren, daß er gar keinen anderen Beruf habe als טמא zu sein, als sich unfrei und gebunden den Antrieben und Reizen seiner Triebe und Leidenschaften hinzugcben, — wo man den ״Kessel" der Nahrungsstoffbereitung hinstcllt und spricht: sehet, in diesem Brodeln dampft euer Gott und euer Geist und eure Freiheit und Sittlichkeit empor! wo somit das Geschlecht an den schwindelnden Abgrund hingerissen wird, in welchem endlich טומאה, die unfreie, sinnliche Gebundenheit Alles begräbt, ohne daß eine ידיעה בין בחחלה בין בסוף, ohne daß auch nur eine Ahnung von der sichtigen Höhe äufdämmcre, aus welcher der Wahn und die Lüge es hinabgcstürzt. O, daß wenigstens uns Juden der immer wiederkehrende Neumondsruf vor diesem Abgrund wahre, vor dieser ״Kefsel"weisheit schütze und das Bewußtsein immer sichtiger, immer klarer zur schärfsten, entschiedensten Weisheit wachrufe': nicht umsonst ist Gott, den diese Weisheit leugnet, uns erschienen, nicht umsonst hat Er sein-Dasein und seine Allmacht und seine Gerechtigkeit und seine Liebe und seine mitten im Getriebe der irdischen Machtcntfaltungen allwaltcnde Gegenwart gezeigt, indem er das Joch von unseren Nacken brach, — indem Er da Sich uns bekundete, indem Er Seine in Recht und Liebe frei waltende Allmacht uns da zeigte, hat Er zugleich uns selber uns klar gemacht, unser eigenes Ihm nahe verwandtes, frei sittliches Wesen uns enthüllt und znn> freisittlichen Sieg über alle gebundenen Naturgewalten auf Adlersflügeln uns zu Sich emporgcrissen - הסירותי מסבל שכמו כפיו מרוד חעברגה! Hat Er das Joch von nnserm Nacken gebrochen, sollten unsere Hände von dem Kessel lassen! Und wie der Neumond die sittliche Unfreiheit aus unserm Herzen scheuchen will, wie er «ns aus dem Dunkel der sittlichen Gebundenheit zum Lichte sittlicher Freiheit ruft, so will er auch das Düstere der Sorge aus unser:: Hütte:: bannen, und ruft ans Sorg'