Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 12 (September 1855)
- Article
- Sabbath
- Date
- 1855-09-01
- Page
- Seite 636 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2932754-2932807-2932820-2938932--00886-2938966- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
636 Sabk> a t h. kein Werk und heiligt den Sabbathtag wie ich euren Vätern geboten-— so werden durch diese Thore noch auf Davids Thron sitzende Könige und Fürsten zu Wagen und zu Ros! einziehen, sie und ihre Fürsten, Jnda'S Männer und Bewohner Jerusalems, und ungestört diese Stadt auf ewig bleiben. Und von Jnda'S Städten und ZerusalcniS Umgebungen, auS dem Lande Binjamin und von der Niederung und dem GebirgSland und dem Süden wird man kommen, Ganzopfer bringend und Mahlopfer, HuldigungSopfer und Weihrauch und Dankopfer bringend zum Hause Gottes. Wenn ihr aber nicht auf mich hören werdet, den Sabbathtag zu heiligen und am Sabbathtage nichts auS- und einzutragcn durch die Thore Jerusalems, so zünde ich Feuer an seine Thore und eö verzehrt seine Paläste und es verlischt nicht. So seht Gott noch in der Stunde des staatlichen Untergangs Jerusalems die Sabbathfcicr und insbesondere die Heiligbaltung der הוצאה והפנמה , dieses Zeichens der Unterordnung aller Einzeln- und Gesammtbeziehungcu des Staates unter Gott, als Bedingung der Rettung und der nngetrübtesten staatlichen Blüthe für alle Zukunft. Und siehe, du kannst nicht glauben, nur etwa für sogenannte niedere Zwecke des Gewerbes und der Nahrung sei dir Wcrkübnng am Sabbath verboten, aber etwa zum Genüsse, zur Erheiterung für Zwecke der Kunst, der Wissenschaft, der Bildung, der Religion ei» Werk am Sabbath geübt, sei keine Entweihung des SabbathS. DaS kannst du nicht glauben. GicbtS einen höhcrn heiliger» Zweck, wclchem die schaffende Menschenthätigkcit gewcihct sein könnte, als den Bau des ersten Gottestempels auf Erden, als daS Werk, von welchem Gott gesprochen, ״machet mir ein Heiligthum, so werde Zä, unter euch wohnen?" Giebt cs ein höheres, von Menschenhänden anzustrebendes Ziel? Und siehe der Bau dieses HeiligthumS vereinigte in sich die Grundzüge aller naturbcherrschenden und menschengesellschaftlichen Thätigkeiten des Menschen, vom ersten feldbestellenden Grabstich bis zur Uebertragung deS vollendeten Stoffes auS dem Privatbesitz in daS Gesammteigenthum zum Nationalbau des GotteStempett, und war an sich eine Weihe der Gcsammtthättgkeiten