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Jeschurun · 1855-09-01 · Heft 12 (September 1855) · p. Seite 635

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 12 (September 1855)
Article
Sabbath
Date
1855-09-01
Page
Seite 635 (sequence 8)
Language
German
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ö. ©er Sabbath und bet Tempel. 635 vereine gestiftet, und den Einzelnen sein Heil nur in Vereinigung der Kräfte finden läßt, und dein Gesammtvereine das Heil jedes Einzclncn als Strebezicl nabe legt, Gatt gesellet dich zum Staat, Gott weist dir die Gesellschaft als den Boden an, auf dem allein dn deine Vollendung deiner Menschenbestimmung erreichen, auf dem allein du die Aufgabe lösen kannst, die Er, dein Schöpfer und Herr und Meister bestimmt. Auch deine Beziehungen zur Gesellschaft, auch die Be- Ziehungen der Gesellschaft zu dir, auch die Beziehungen der Gesellschaft an sich sind Gott heilig, sind ebenso Schauplatz göttlicher Waltung und Fürsorge wie der ganze Kreis der geschaffenen Natur. Soll dich darum Gott als den Seinen erkennen, so mußt du am Sabbath auch deine ii» Kreise der Gesellschaft wirkenden Gedanken und Kräfte Gott unterordnen, Gott, dem Dienste seines Reiches auf Erden, heiligen und weibe», auf daß du auch im Kreise der Gesellschaft nicht Gewalt und Willkühr, nicht Haß und Unrecht vollfnhrcst, sondern ein Bote des Rechts und der Ordnung, ein Bote der Liebe und der Milde seiest und mit hingebender Treue deine »lenschengescllschaftlichen Beziehungen also goitgefällig gestaltest, daß die Einzclfreihcit nicht die Gesaiiimtordniliig störe, das Band der Gcsammtbcit nicht die Einzelfreiheit vernichte und im Gesammtkreise die Grsanimtangelegcnheiten weise und gerecht ihrem gottwohlgefälligcn Ziele zugcführt werden, daß ישוח היחיד־ und רשות הרבים und טלטול ברשות הרבים, jedes in seinem Rechte gewahrt und gesichert bleibe. Und so hoch achtet Gott daS Zeichen dieser Sabbathwcihe aller menschengcsellschaftlichen Beziehungen, daß, als schon der Untergang des jüdischen Staats vor den Thoren lauerte, Er durch seinen Prophetcn Zerr,nias verkünden ließ! So hat Gott z» mir gesprochen: Gehe und stelle dich in das Volkesthor, durch welches die Fürsten Juda's eingehen und durch welches sie auSgehrn, und an alle Pforten Jerusalems, und sage ihnen: Höret das Wort Gottes Ihr Fürsten Zuda'S und ganz Inda mid alle Bewohner Jerusalems, die eingchcn in diese Thore! So hat Gott gesprochen: Um eures eigenen Wohles willen hüthet euch, und traget nichts am Sabbathtage und bringet nichts ein durch die Thore Jerusalems, und traget nichts aus euren Häusern hinaus am Sabbathtage und schaffet 37'

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