Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 12 (September 1855)
- Article
- Sabbath
- Date
- 1855-09-01
- Page
- Seite 637 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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5. Der Sabhath und der Tempel. 6Z7 des Menschen — und dennoch setzte Gott den Sabbath über den Temprlbau und sprach: Nur hüthet meine Sabbathe; denn dicS ist erst daö Erkennungszeichen, daß Ich, Gott, Euch heilige. Wohlan denn, so lasset uns den» uns als Israels Söhne bewähren, lasset uns den Sabbath halten, für Kind und Kindcskindcr den Sabbath als das ewige Bündniß zu vollziehen, lasset uns mit unserer Sabbathfeier im Kreise der Menschen Zcugniß ablegen für Gottes Herrschaft in der Natur, für Gottes Hcr>schaft in der Menschengesellschaft, dann wird durch die Sabbathfeier jeder Jude und jede Jüdin geheiligt dastchen und sich das, Wort der jüdischen Weisen bewähren: כי קדש היא לכם מגיר שהשבח קחשה לישראל, der Sabbath ist Israels Heiligung, ״ ,מה לפלוני שחגוחיו געולהWarum ist dessen Laden geschlossen?" ״ ,שהיא משמר אח השבחweil er den Sabbath hüthet!" ולא עוד אלא כל מי שמשמר אח השבח מעיד על מי שאמר והיה העולם שברא עולמו כשש ונח בשביעי, und Jeder, der den Sabbath hüthet, legt für den höchsten HeileSgedankcn, für Gott, das Zeugniß ab, daß Er mit seinem Worte in sechs Tagen die Welt geschaffen und am siebten geruhet; heißt es doch "״ ,ואתם ערי נאכב ד ואגי אIhr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und ich bin Gott!" Federzeichnungen. August 1855. ... st. Jüngst führte mich mein Weg vor die Universität. Der berühmte Professor . . . hatte gerade seine Vorlesung beendigt und Schaaren von Studenten kamen aus dem Gebäude, vor demselben Gruppen bildend, worin die Worte des großen Lehrers nochmalS besprochen wurden. Ich stand in der Ferne und betrachtete die jugendlichen, lebhaften Sprecher. Glückliche Zeit die Studienjahre. DaS Blut wallt noch rasch und feurig, keck hebt sich das Haupt, elastisch der Fuß, hoffnungsvoll schaut das Auge in die Zukunft. Enthusiastisch ergreift der jugendltchr Sinn jeden erhabnen Gedanken, seine blühende Phantasie malt Alles mit rosigen Farben aus. Ihm blüht die Flur in herrlicheren