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Jeschurun · 1855-08-01 · Heft 11 (August 1855) · p. Seite 569

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 11 (August 1855)
Article
Aw
Date
1855-08-01
Page
Seite 569 (sequence 12)
Language
German
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Die Trauer de» S. Aw. 569. ישנה, ויחלוף כליל בל, , ממלכות האליל חסנך לעולם לדור ותר נזיריך אור, למושב אלריך ואשרי אנוש יבחר ישכון בחצריך אשרי מחכה ויניע ויראה עלות ,אורך ויבקעו עליו שחריך לראות בטובת בחיריך ולעלות בשמחתך בשובך אלי קדמות נעוריך Der Götzen Reich mag schwinden, enden, Dein Reich bleibt ewig, Und ewig Alle»,, was deine Weihe trägt. Gott bat dich zu Seinem Sitz erwählt — Heil dem Sterblichen, der die Sehnsucht nach deinen Hallen wahrt, Heil dem, der harrt und bofft und schauend mit erlebt Den Aufgang deines Lichts, den Anbruch deiner Morgenrothe, DaS Glück deiner Erwählten, den Aufschwung deiner Freude» — Wenn du wiedcrkchrst Zum Lenze deiner Jugend. Was haben diese Gefühle gemein mit den Gefühlen, Empfindüngen, Gesinnungen, aus welchen die Treue und Anhänglichkeit und die Hingebung für den Staat sich webt, der die Güter unseres bürgerlichen Glückes uns wahrt und sichert? Und diese Gefühle sind nicht Poesie, sind nichts als die, lebendige Wahrheit, die die Herzen unserer Väter füllte. Wohl mochte nicht Allen so wie diesem jüdischen Sänger jüdischer Gefühle der süße Nythmus von den Lippen geflossen sein. Alle aber beseelte dasselbe Gefühl, in aller Augen perlte dieselbe Thräne, in jeder Brust wohnte , derselbe Schmerz, und dies Gefühl, diese Thräne, dieser Seufzer, war die eigentliche, Zionselcgie, die nur in jenen Gesängen einen schwachen Dolmetsch, fand. Wir freilich, wir, wenn wir so recht den Geist des modernen Judenthunis getrunken, dann freilich — fasten wir nicht am Tage Zions, beten feine Selichoth mehr, sagen keine Kinoth, wir wür׳ den unS ja schämen, in unserm Auge eine Thräne, in unsrer Brust einen Seufzer um den gefallenen Tempel, in unferm Herzen, eine Sehnsucht nach der Stätte deS ״blutigen OpferkultuS" zu ertappen, — o, uns ist das Alles zum Mythos geworden, bei, unfern an der kühlen Wirklichkeit ,,geläuterten" Gefühlen, bei, unfern durch die Wissenschaft von Börurtheilen befreiten Einsichteir verstehen 7-

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